Nicht durchgesetzt

21. März 2003, 10:45
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Gentechnisch veränderte Mücken mit Malariaresistenz in der Natur ohne Chance

New York - Schade: Genmanipulierte Mücken, die gegen Malaria resistent sind, können in der Natur bisher nicht dauerhaft überleben. Britische Forscher, die solche Moskitos im Labor entwickelt hatten, entdeckten nach einem Bericht des Wissenschaftsmagazins "Nature", dass die genetisch veränderten Gelsen im Wettbewerb mit ihren natürlichen Artgenossen keine Chance hatten.

Die Labormücken der Wissenschafter enthalten ein Gen, das die Entwicklung des Malaria-Erregers in ihrem Körper verhindert. In der Natur ausgesetzt, so die Hoffnung der Forscher, würde sich das Anti-Malaria-Gen innerhalb mehrerer Generationen auch in der natürlichen Moskito-Population durchsetzen.

Neue Gene nicht mehr nachweisbar

Die Forscher entwickelten im Labor vier Gelsenarten mit speziellen Genen, die farbig leuchtende Proteine verursachten. Im Kontakt dieser Mücken mit wilden Artgenossen war schon nach vier Generationen keines der neuen Gene mehr nachweisbar. Demnach müssten an einem einzigen Ort kontinuierlich Millionen von Insekten ausgesetzt werden, um überhaupt Aussicht darauf zu haben, die wilden Mücken zu verdrängen.

Forschungsleiter Andrea Crisanti will die genmanipulierten Gelsen nun im Labor mit wilden kreuzen und dabei diejenigen Nachkommen auswählen, die das Anti-Malaria-Gen beibehalten haben. Diese Tiere könnten dann genügend durchsetzungsfähig sein, um die Malaria-übertragenden Insekten abzulösen. Malaria wird durch die Anopheles-Mücke übertragen. (APA/AP)

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