Einbruch bleibt Sorgenkind

11. August 2009, 16:07
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Rückgang beim Raub, Zuwachs bei Taschen- und Kfz-Diebstählen

Wien - "Licht und Dunkel" attestiert der Leiter der kriminalpolizeilichen Abteilung der Bundespolizeidirektion Wien, Christof Hetzmannseder, bei der Wiener Kriminalstatistik. "Sorgenkind" bleibe die Einbruchskriminalität, sagte er.

Dass sich die Aufklärungsquote nicht so positiv darstelle, wie das ausgewiesene Plus von 1,67 Prozentpunkten glauben macht, "ist richtig". Ein Fall von Internetbetrug mit geklärten 6.100 Delikten hatte die Quote nach oben getrieben. Wäre dieser Fall herausgerechnet, würde die Aufklärungsquote bei 26,4 Prozent und damit bei einem Minus von knapp 1,6 Prozentpunkten liegen.

In den Monaten Jänner bis Juli 2009 ist laut Hetzmannseder der Einbruch in Wohnungen um 13,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen, jener in Einfamilienhäuser gar um 66,7 Prozent. "Wenn man es positiv sehen wollte, liegen wir aber, wenn man nur den Juli betrachtet, wieder unter dem Wert für Juli 2007", sagte Hetzmannseder. Rückgänge gab es bei den Einbrüchen in Pkw um 7,9 Prozent und bei den Einbrüchen in Geschäfte um 17,3 Prozent.

Auch die Raubüberfälle sind weniger geworden: So wurden um 25,6 Prozent weniger Banken und Supermärkte überfallen, auch die Passanten lebten in den ersten sieben Monaten etwas sicherer. Straßenüberfälle gab es um 5,1 Prozent weniger in Wien.

Als beunruhigend empfand Hetzmannseder die Zunahme der Taschendiebstähle. In öffentlichen Verkehrsmitteln schlugen die Täter um 14,7 Prozent häufiger zu als im Vergleichszeitraum 2008. Zwar ging die Zahl dieser Delikte an öffentlichen Orten zurück. Bei einer Absolutzahl unter 100 fällt dies aber kaum ins Gewicht, so dass unter dem Strich eine Zunahme steht.

Wenig erfreulich sind auch die Zahlen der gestohlenen Pkw und Kombi. 1.718 entwendete Autos bedeuteten ein Plus von 71,6 Prozent, bei den Lkw waren es mit 151 um 49,5 Prozent mehr. (APA)

 

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