Urteil überrascht Suu Kyi nicht

11. August 2009, 12:44
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Burmesische Friedensnobelpreisträgerin zurück im Hausarrest

Rangun - Nach ihrer Verurteilung ist die burmesische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi am Dienstag vom Insein-Gefängnis in ihr Haus in Rangun zurückgebracht worden. Begleitet wurde sie von ihren beiden Hausangestellten Khin Khin Win und Win Ma Ma. Alle drei waren zuvor von einem Sondergericht zu Strafen von je drei Jahren Arbeitslager verurteilt worden, die sofort durch Verfügung der herrschenden Militärjunta in 18 Monate Hausarrest umgewandelt worden waren.

Dank an ausländische Diplomaten

Suu Kyi verbrachte 14 der vergangenen 20 Jahre in Haft oder unter Hausarrest auf dem Anwesen ihrer Familie in Rangun. Im Gerichtssaal dankte sie den anwesenden ausländischen Diplomaten, die das als Schauprozess kritisierte Verfahren im Gerichtssaal im Insein-Gefängnis verfolgt hatten: "Danke an Ihre jeweilige Regierung. Ich hoffe es wird noch viele Gelegenheiten geben, um für das Wohl des Landes und Frieden und Stabilität in der Welt zu arbeiten." Ihrem Anwalt sagte die gefasst wirkende Vorsitzende der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), das Urteil habe sie nicht überrascht.

Kommende Parlamentswahl

Mit dem Hausarrest verhindert die Junta unter General Than Shwe, dass die Politikerin vor der für kommendes Jahr angekündigten Parlamentswahl politisch aktiv werden kann. Eine Kandidatur ist ihr ohnehin durch die neue Verfassung verwehrt, da sie die Witwe eines Ausländers ist.

In dem Verfahren ging es darum, dass ein US-Bürger die 64-Jährige Anfang Mai unerlaubt in ihrem Haus besucht hatte. Der Mormonenprediger und Vietnamkriegsveteran John Yettaw wurde deshalb zu sieben Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Ihm wurde neben Vergehen gegen Visa-Bestimmungen zur Last gelegt, dass er Anfang Mai - wenige Wochen vor Ablauf von Suu Kyis Hausarrest - ohne Genehmigung durch den Inla-See zum Anwesen der Politikerin geschwommen war. Es wird erwartet, dass demnächst US-Senator Jim Webb, der den zuständigen Unterausschuss im Senat leitet, demnächst nach Burma reist, um die Freilassung Yettaws aus humanitären Gründen zu erreichen. (APA/AFP)

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    Protest in Thailand gegen das Urteil gegen die Symbolfigur der Opposition in Burma.

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