Kindergeld

108.000 Alleinerzieher armutsgefährdet

11. August 2009, 10:43

Armutskonferenz: "Faire Bezugsdauer für Alleinerziehende" gefordert - Streitpunkt bei Kindergeld-Verhandlungen

Wien - Die Armutskonferenz will angesichts der Verhandlungen um das einkommenabhängige Kindergeld an die "prekäre soziale Situation" vieler Alleinerziehenden erinnern. Etwa 108.000 Alleinerziehende seien in Österreich armutsgefährdet, rund 49.000 davon seien bereits manifest arm, hieß es am Dienstag in einer Aussendung. "Zuschläge für einkommensschwache Familien und faire Bezugsdauer für Alleinerziehende haben eine armutspräventive Wirkung", erklärte Sozialexperte Martin Schenk die Forderungen der Armutskonferenz.

Alleinerziehende hätten gegenüber der Restbevölkerung ein dreifach erhöhtes Armutsrisiko und seien in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern auch "überproportional" von Armut betroffen. Anders sei die Situation etwa in den nordischen Ländern: "Dort haben Alleinerziehende ein geringeres Armutsrisiko als kinderlose Singles", meinte Schenk. "Das ist einerseits das Resultat gezielter Transfers und andererseits die Folge eines umfassenden Betreuungsangebots, das auch Alleinerziehende in die Lage versetzt, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen."

"Verschlechterung der Mindestsicherung"

In Österreich aber sei "immer, wenn es um die ärmsten Prozent der Bevölkerung geht", "kein Geld da". Dieses "Muster" sei "bei der Verschlechterung der Mindestsicherung genauso wie jetzt beim Kindergeld beobachtbar", kritisierte Schenk. "Offensichtlich ist für alles im Finanzministerium Geld da, nur nicht für die Absicherung gegen Armut."

Als "manifest arm" gilt in Österreich laut Statistik Austria, wer einerseits ein geringes Einkommen hat und andererseits mit bedrückenden Lebensbedingungen konfrontiert ist. Betroffene können beispielsweise abgetragene Kleidung nicht ersetzen, die Wohnung nicht angemessen warm halten und keine unerwarteten Ausgaben tätigen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 36
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springflower
00
9.10.2009, 11:46
Als Alleinerzieherin weiß ich,

worin die größte Ungerechtigkeit besteht. Mein Alleinerzieher-Absetzbetrag beträgt rund € 350,-- im Jahr, ansonsten zahl ich die volle Lohnsteuer.
Für meinen 2.150,-- €-Brutto-Job zahl ich 700,-- Abgaben! Davon zahl ich den Haushalt für 2 Personen und berappe einen Großteil des Studiums meines Sohnes.
Wenn meine Ex-Kollegin, Gattin eines Prokuristen, ihren Halbtagsjob um die Hälfte des Bruttolohns absloviert, zahlt sie keine Lohnsteuer.
Die Nichberücksichtigung des gesamten Familieneinkommens bei der Lohnsteuer führt zu einer
extremen Ungerechtigkeit bei den Abgaben von Alleinerziehern und -verdienern!

Angelika70
01
25.8.2009, 22:36

Wie gehts armutsmäßig den Unterhaltszahlern, die bis auf 75% des gesetzlichen Existenzminimums gepfändet werden können?
Wie gehts diesen 3/4-Existenzberechtigten?

Tatsache ist, dass die Wirtschaftskrise die Männer härter trifft als die Frauen und die Jugendlichen. Auch dazu gibt es bereits Arbeitsmarkt-Studien.

jfather@vaterverbot.at
00
7.10.2009, 22:07
Armut bei Vätern

Befragung des Vereins Vaterverbot.at haben ergeben dass kein unwesentlicher Teil der Unterhaltspflichtigen Väter unter der Armutsgrenze lebt. Dass ein Vater mit 400 Euro pro Monat auskommen muss ist keine Seltenheit.2-3 Kinder sind für viel Väter das Ende, dürften in Österreich beide Elternteile Ihre Kinder betreuen und mußten sich gegenseitig Unterhalts zahlen, wären 2-3 Kinder kein Problem.Außerdem hätten wir dann nicht mehr so viel Alleinerzieher.

VoK
00

Laut Frau Artig leben 75% der AlleinerzieherInnen an oder unter dem Existenzminimum. Fragen sie sie mal woher SIE diese Zahlen hat....

http://derstandard.at/plink/129... id20209456
(und Antwortpostings...)

A.B. Artig
 
00

Vaterverbot ist, so wie viele andere Vätervereine, schon oft m,it unwahren Angaben aufgefallen.

hotta
00
22.8.2009, 20:31
Allein

Dass viele AlleinerzieherInnen an der Armutsgrenze leben müssen ist eine Schande für unser Gesellschaftsmodell, noch dazu wo deren Zahl ständig zunimmt. Was mir fehlt, ist eine seriöse Untersuchung warum das so ist. Wo liegen die Gründe dafür, dass immer mehr Frauen mit Kindern allein dastehen? Was müßte getan werden, um diesen Trend umzukehren?

jfather@vaterverbot.at
00
7.10.2009, 22:24
Was müßte getan werden, um diesen Trend umzukehren

Die Frag warum es so viele Mütter an der Armutsgrenze gibt, kann man dir im Frauenministerium beantworten. Dort wird alles getan um die Frauen in die Armut zu drängen. Auch wenn das Frauenministerium heuchlerisch hohe Väterkarenzquoten fordert, tun sie mit der Anspannung der Väter doch alles dass diese nicht die geringste Chance haben in Väterkarenz zu gehen. Würde man nicht mit aller Gewalt das Monopol der Mütter auf die Kinder hochhalten und beide Elternteile ihre Kinder erziehen lassen, so müßten wir uns hier nicht über Armutsgefährdete Alleinerzieherinnen unterhalten.

Soph
32
13.8.2009, 09:50
Solange es bei uns Todsünde ...

... ist, zu arbeiten, solange ein Kind unter 3 ist, und mehr als halbtags zu arbeiten, solang das Kind unter 15 ist, wird die "Armutsgefährdung" auch bestehen bleiben.

Alle alleinerziehnden Mütter, die sich ausrechnen, mit KBG-Langvariante, Familienbeihilfe und Wohnbeihilfe auszukommen, bis das Kind 3 ist, und dann erst zu suchen beginnen, weil sie draufkommen, dass Karenz mit Rückkehranspruch nur bis 2 geht, und ihnen das AMS nur dann etwas zahlt, wenn die Kinder betreut sind - all diese Mütter gibt es in Skandinavien nicht.
Weil dort nicht die Blut-und-Boden-Ideologie herrscht, dass nur eine 24h-Verfügbarkeit der Mutter zu führt, dass aus den Kindchen glückliche Erwachsene werden.

froilein froilein
00
22.9.2009, 19:06
Alleinerzieherinnen haben eine höhere Erwerbsquote als in Partnerschaften lebende Frauen

So lustig ist es nun auch nicht für ein 1-jähriges Kind, den ganzen Tag in der Krippe zu verbringen, wo es eine Bezugsperson mit 18 anderen Kindern teilen muss.
Abgesehen davon haben Kindergärten oft sehr arbeitsfeindliche Öffnungszeiten. Die meisten sperren um punkt 17 Uhr. Wenn das Kind länger bleibt zahlt man unverhältnismäßig viel drauf -bis zu 10€/Vierteilstunde! Außerdem sperren die Kigas zu den Schulferien. Weihnachten, Februar, Oster, Sommer, Feiertage, etc.
Blut-und Boden-Ideologie? Welch ein Zynismus, angesichts des Drucks und der Zeitnot dem Alleinerzieherinnen ausgesetzt sind.

Stahlhoden
00
20.8.2009, 14:17

Eine Million Unterhaltspflichtige Männer armutsgefährdet!

1300 männliche Selbstmörder pro Jahr!

manfred ortner
03
11.8.2009, 23:46
KBG-Tohuwabohu in der Endlosschleife!?!


Wie wäre es eigentlich mit einer absoluten Gleichbehandlung aller Familienstrukturformen?

AlleinerzieherInnen bekommen gleich lang KBG wie "Normalfamilien". Und in letzteren entscheiden die Paareltern INDIVIDUELL, wer von den beiden wie lange in Karenz geht.

Aber das geht vor allem in die Sturschädeln der SPÖ-Frauenschaft sicher nicht hinein. Da wird die heilige Kuh der Väterkarenz lieber x-mal geschlachtet.

Wie "beliebt" letztere ist, zeigen die statistischen Daten: Mit und ohne SPÖ-Regierungsbeteiligung ist sie seit Jahrzehnten nie über 5 Prozent hinausgewachsen!!!

N D R
00
16.8.2009, 12:53

Dass die Väterkarenz nicht ansteigt hat aber auch ideologische Gründe. Egal wie fortschrittlich Leute sonst denken ... sobald ein Baby da ist "kann das der Vater nunmal nicht so gut wie die Mutter" und in vielen Fällen bleibt die Frau sogar dann die volle Zeit zuhause wenn der Mann weniger verdient!

Der Wicht
 
01
17.8.2009, 10:29

Ja, egal wie ideologisch verblödet die Ansichten unserer Politiker bereits sind: Manche Dinge sind nun einmal von der Natur her vorgegeben. Wie zB, dass Frauen Kinder gebären.

N D R
01
18.8.2009, 14:17

Dass die Kinder aber danach nicht von Männern betreut werden können ist nicht von der Natur vorgegeben ...

Black Adder
01
28.8.2009, 16:33

Könnten sie mir sagen was den Staat meine Familienplanung angeht ? Warum muss der Mann auch mal beim Kind bleiben, nur damit ein paar SPÖ-Feministinnen ihre Weltanschauung bestätigt bekommen ?

Hubert Ungeist
 
00
14.8.2009, 10:19
Ich finde auch das das merkwürdig ist

einerseits der VP vorzuwerfen, dass sie aus Ideologie gegen Alleinerziher ist, und dann rein aus Ideologie vorzuschreiben das Paare nur die lange Variante bekommen, wenn beide Eltern in Karenz gehen.

mitrovic dejan
03
11.8.2009, 23:15
Armut

Armut ist vererbt.schlage vor arme solen freiwillig keine kinder bekommen .So würden nur reiche übrig bleiben unter sich .Und wen die reiche nicht spekuliren mit USA immobilien dann würden wir für immer reich bleiben.Hepy end.Kinder kosten haufen geld ,das tun hunde und katzen auch ,aber kinder leben länger.Ewolutzion nen sich das wen krisse kommt dann weniger kinder von selber.Schau geburts statistik in letzte zeit.Leider bei falschen leuten passierts dissen sparprogram.Alleinerziehnde mussen nicht automatisch arm sein.Mit einem gutem rechsanwalt kann der ex partner so richtig brennen wie luster.und wider hepy end.

I. O.
00
12.8.2009, 14:20
Eine Alleinerzieher kann nicht leisten

eine gute Anwalt....und wäre auch nicht viel zum holen....die Väter meistens selbst klein verdienenden Männer (Nett:1000-1500,-€) oder sogar arbeitslos sind... Millionär Ex ist Seltenheit!

fuchstritt
00
12.8.2009, 09:05

ich schmeiß mal ein packerl rechtschreibung über den beitrag. der inhalt ist dennoch für den mistkübel *schütt*

hexe caracas
01
11.8.2009, 20:39
es ist allgemein bekannt

Kinderreichtum macht nicht unbedingt reich, und eine Scheidung kann bis zur Obdachlosigkeit führen...
also es ist kein Wunder, dass Alleinerzieher arm sind

Anna Kuchmann
32
11.8.2009, 14:11
"Nordisches Modell" ist suspekt

Die in Schenks Aussagen genannte "nordische Variante" ist mir suspekt, weil alleinlebende Kinderlose schlechter abschneiden in der Armutsgefährdung. Warum können Leute mit Kindern und Leute ohne Kinder nicht dieselben Rechte haben, um sie vor Armut zu schützen? Hier wird Armen deutlich gesagt: "Hast Du ein Kind, dann schützen wir Dich" - ist das nicht ein Hohn, wo doch Armut oft vererbt wird? Ich gebe aber zu, ich kenne das "nordische Modell" nicht. So wie es dargelegt wird, ist es mir suspekt, weil es mir nicht gerecht zu sein scheint.

Albert Kora
11
11.8.2009, 16:36
so ist das nicht gemeint

so ist das nicht gemeint, glaub ich. in den skandinavischen ländern ist die armut von kinderlsoen singles ja auch im vergleich niedriger. aber dass alleinerziehnde ein so gereinges armutsrisiko haben ist üebrrraschend, sogar weinger als die, die überall die geringste armut haben, nämlich kinderlose singles

Kathi1609
 
00
11.8.2009, 16:18
So simpel, wie es hier steht, ist das skandinavische Modell auch nicht.

Dass kinderlose Singles dort ein höheres Armutsrisiko haben, liegt an anderen Regelungen, die mit Leuten mit Kindern nix zu tun haben (z.b. dass man dort allgemein kürzer Anspruch auf Arbeitslose hat).

Andererseits - was ist so schlimm daran, wenn ein Sozialstaat eher jene unterstützt, die Kinder haben?

Ein Single ist flexibler, ob es nun um Arbeitszeiten geht, um die Länge des Arbeitsweges, etc.
Eltern haben es schwieriger, den Alltag zu organisieren, weil mehr Menschen mitbedacht werden müssen, und Kinder ja nicht dazu neigen, sehr planbar zu sein.
Außerdem leiden Kinder am meisten unter Armut und können selbst nichts dagegen tun. Sie sollten zuallererst abgesichert werden.

135
 
01
11.8.2009, 18:48
Es geht nicht um das schwedische Modell

Es geht um die Armut hier und jetzt.
Und ein so reicher Staat sollte das nicht zulassen.

Kathi1609
 
01
11.8.2009, 19:57

mir müssen Sie das eh nicht sagen.
die anna meint ja, die schweden wären unfair, weil die kinder dort nicht so unter armut leiden.

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