Website gegen "hanebüchene Gerüchte"

11. August 2009, 10:36
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Antwort auf Gerüchtekampagne der Gegner - Gerüchten der Gegner sollen Fakten gegenübergestellt werden

Washington - Als Antwort auf die "Angstkampagne" von Gegnern der geplanten Gesundheitsreform hat US-Präsident Barack Obama eine neue Internetseite mit Informationen rund um sein ambitioniertes Projekt gestartet. Ziel der Webseite sei es in erster Linie, den vielen "hanebüchenen Gerüchten" über die Reform "Fakten" gegenüberzustellen, teilte Obamas Berater David Axelrod am Montag in einem E-Mail mit.

Die neue Internetseite whitehouse.gov/RealityCheck ist einer ähnlichen Internetseite nachempfunden, mit der Obama während seiner Präsidentschaftskampagne durchaus erfolgreich Schmutzkübelkampagnen gegen seine Person entgegengetreten war.

Der US-Präsident wollte am Dienstag in einer Art "Townhall-Meeting" in Portsmouth (New Hampshire) mit Bürgern über sein geplantes Projekt sprechen. Ähnliche Treffen von Abgeordneten seiner Demokratischen Partei waren in jüngster Zeit wiederholt von lautstarken Zwischenrufen der Gegner der Gesundheitsreform gestört worden. Vorwürfe der Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und des Mehrheitsführers im Senat, Steny Hoyer, eine derartige Taktik sei "unamerikanisch", wies Obama jedoch zurück.

Heftige Debatte sei gesund

Es gebe eine "heftige Debatte", und dies sei durchaus "gesund", sagte er am Rande des Nordamerika-Gipfels in Mexiko. Er zeigte sich überzeugt, dass die Argumente "vernünftiger" werden, sobald die Entwürfe zur Gesundheitsreform auf dem Tisch lägen. Die konservativen Reformgegner behaupten etwa, dass Obama auch ein "Todesgremium" für Euthanasie an älteren Menschen und Behinderten einführen wolle.

In den eigenen Reihen sieht sich Obama mit Kritik an den hohen Kosten der Gesundheitsreform konfrontiert. Das Projekt, mit dem erstmals alle US-Bürger einen Krankenversicherungsschutz erhalten würden, kostet nämlich rund eine Billion Dollar (704 Mrd. Euro). Der US-Präsident hält dem entgegen, dass die Reform auch große Einsparungen mit sich bringe, weil die jetzige "Verschwendung" im Gesundheitssystem bekämpft und "unnötige" Subventionen für private Krankenversicherer gestrichen werden sollen. (APA/AFP)

 

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