Schumacher-Comeback ist geplatzt

11. August 2009, 09:57
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Ferrari: Prominenter Massa-Ersatz muss geplante Rückkehr wegen Nackenproblemen absagen

Wien - Das Sensations-Comeback von Formel-1-Rekord-Weltmeister Michael Schumacher für Ferrari ist geplatzt. Der 40-jährige Deutsche hat seine Pläne aufgrund einer Nackenverletzung geändert, der siebenfache Champion der "Königsklasse" wird nicht als Pilot in den F1-Zirkus zurückkehren. Schumacher hatte sich die Blessur am 11. Februar bei einem Motorrad-Unfall in Cartagena zugezogen.

"Ich habe absolut alles versucht, dieses Comeback auf Zeit möglich zu machen, aber zu meinem größten Bedauern klappt es nicht", erklärte Schumacher auf seiner persönlichen Website (www.Michael-Schumacher.de).

Luca Badoer übernimmt

Anstelle von Schumacher wird der Italiener Luca Badoer für Ferrari an den Start gehen. Der Ferrari-Testpilot übernimmt vom Grand Prix von Europa am 23. August in Valencia an das Auto von Felipe Massa, der sich beim Rennen in Ungarn schwer verletzt hatte. Der 38-jährige Badoer hat zwischen 1993 und 1999 49 F1-Rennen bestritten, dabei jedoch keinen einzigen Punkt erobert.

Spielverderber beim mit Spannung erwarteten Comeback waren die starken Nackenprobleme von Schumacher, der sich Ende 2006 in den Ruhestand verabschiedet hatte. "Die Schmerzen im Nacken, die nach dem privaten F1-Tag in Mugello auftraten, haben wir leider nicht in den Griff bekommen - auch wenn wir alles versucht haben, was medizinisch und therapeutisch machbar ist", begründete der Deutsche.

Die Folgen des Motorrad-Unfalls sind noch zu stark präsent. "Die Verletzungsfolgen vom Motorrad-Unfall im Februar, als ich mir Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen habe, sind leider noch immer zu schwer. Daher kann mein Nacken den extremen Belastungen der Formel 1 nicht standhalten."

"Zutiefst enttäuscht"

"Schumi" zeigte sich "zutiefst enttäuscht". "Mir tut es wahnsinnig leid für die Jungs bei Ferrari und all die Fans, die mir die Daumen gedrückt haben." Schumacher hatte in seiner Schweizer Wahlheimat fürs Comeback geschuftet, getestet hatte er in einem alten Formel-1-Wagen in Mugello. An seiner Seite hatte er stets u.a. auch zwei Physiotherapeuten.

Nicht nur bei Schumacher und seinen Fans war die Enttäuschung gewaltig, sondern natürlich auch bei Ferrari. "Mir tut es sehr leid, dass dieses Problem die Rückkehr von Michael gestoppt hat", erklärte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, der im Schumacher-Comeback einen Schub für die gesamte Formel 1 gesehen hätte.

"Seine Rückkehr hätte der Formel 1 sicher gutgetan. Und ich bin sicher, dass er wieder um den Sieg mitgekämpft hätte. Im Namen Ferraris und aller Tifosi will ich Schumacher wegen seiner Hingabe zum Team Danke sagen", meinte Di Montezemolo weiter. Der Ferrari-Präsident sowie Teamchef Stefano Domenicali waren Montagabend von Schumacher über die Entscheidung informiert worden.(APA/Reuters)

 

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    So ein Mann, so ein Mann...

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