Starker Anstieg der Studierenden erwartet

11. August 2009, 08:55
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Vorverlegung der Inskription zeigt großes Interesse aus Deutschland

Salzburg - Im ersten Monat der von September auf Juli vorverlegten Einschreibefrist haben 2.600 Studierende die Möglichkeit genutzt, sich an der Universität Salzburg zu inskribieren. Angesichts dieser Zahlen rechnet der für die Lehre zuständige Vizerektor Rudolf Mosler heuer mit einem stärkeren Anstieg der Studierenden als in den Vorjahren.

Waren es in den vergangenen Jahren sechs bis sieben Prozent mehr Studierende, könnte es heuer eine Steigerung von rund 15 Prozent geben, prognostiziert Mosler. Die Vorverlegung des Inskriptionsbeginns auf 6. Juli habe sich bewährt. "Wir haben keine Schlangen, die Wartezeiten sind wesentlich geringer", sagte Mosler. Man werde den früheren Start der Inskriptionszeit auch in Zukunft beibehalten.

Nachfrage von Studierenden aus Deutschland

Deutlich größer als in den vergangenen Jahren ist - wie erwartet - die Nachfrage von Studierenden aus Deutschland. In der Psychologie haben sich bis jetzt 806 junge Menschen vormerken lassen, 563 davon aus Deutschland. Fix angemeldet für die Aufnahmeprüfung sind 575 Studierende, davon 405 Deutsche. Er rechnet damit, dass 600 bis 650 Studierende zum Test antreten werden - und um damit um die 246 zu vergebenden Plätze rittern. "Im Vergleich zum Vorjahr gibt es um zehn bis 20 Prozent mehr Anmeldungen in Psychologie", sagte Mosler.

An der Kommunikationswissenschaft verzeichnet man schon nach einem Monat Inskriptionszeit 210 Neuzugänge. Nach Abschaffung der Aufnahmeprüfung bei den Kommunikationswissenschaften erwartet Mosler einen kaum bewältigbaren Ansturm bei diesem beliebten Studium. Er rechnet bis zum Ende der Inskriptionsfrist im Oktober mit 400 bis 450 neuen Studierenden in diesem Fach. Etwa die Hälfte werde aus Deutschland kommen. In der Vergangenheit konnten über Aufnahmeprüfungen 280 Plätze in diesem Fach an neue Studierende vergeben werden. Ab heuer ist eine Studieneingangsphase von zwei geblockten Lehrveranstaltungen vorgesehen.

Kaum Zugangsbeschränkungen

Der Wegfall von Studiengebühren macht die Universität Salzburg als Ausbildungsort bei den deutschen Nachbarn besonders attraktiv. Zum kostenlosen Studium kommt das weitgehende Fehlen von Zugangsbeschränkungen. In Bayern müssen Studierende 500 Euro pro Semester zahlen. Dazu kommt, dass in Fächern wie Psychologie oder Kommunikationswissenschaft in Deutschland ein Numerus Clausus gilt. An der Universität Salzburg stammen etwa zwölf Prozent der rund 13.000 Studierenden aus Deutschland. In einzelnen Fächern - wie der Psychologie - beträgt der Anteil von Deutschen schon jetzt 75 Prozent.

Aufgrund der frühen Anmeldungen kann die Universität nun auch noch größere Räumlichkeiten für Lehrveranstaltungen bei den stark nachgefragten Fächern suchen. "Die großen Hörsäle sind schon jetzt völlig ausgebucht. In Psychologie oder Biologie können wir nur im Audi Max unterrichten, um alle unterzubringen. Doch es gibt keine freien Kapazitäten mehr. Wir halten auch am Samstag Lehrveranstaltungen ab", sagte Mosler. Deshalb seien neue Räumlichkeiten für die Naturwissenschaftliche Fakultät im Stadtteil Itzling unerlässlich: "Die NAWI platzt aus allen Nähten." (APA)

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