Generationswechsel im Zentralkomitee

11. August 2009, 07:54
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13 der 18 Mitglieder gehören jüngerer Generation an

Bethlehem - Nach mehrmaligem Aufschub ist die Palästinenserorganisation Fatah offenbar bei der Wahl ihrer Führungsgremien weitergekommen. Die 2000 Delegierten des ersten Fatah-Kongresses seit 20 Jahren hätten 18 neue Mitglieder in das Zentralkomitee berufen, nur drei Kandidaten des bisherigen Gremiums seien wiedergewählt worden, teilte am Dienstag ein Vertreter der Palästinenserorganisation in Bethlehem mit.

13 der 18 Mitglieder gehören jüngerer Generation an

Nach ersten Ergebnissen kam es bei der Wahl des Zentralkomitees zu einem Generationswechsel. Von den 18 gewählten Mitgliedern des Zentralkomitees gehören mindestens 13 der jüngeren Generation an, wie die Auszählung am Dienstag ergab. Vier weitere Mitglieder werden vom palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas ernannt.

Um einen Sitz im ZK hatten sich insgesamt 96 Kandidaten beworben, insgesamt 617 Kandidaten konkurrierten miteinander um die 120 Sitze im Revolutionsrat. Ursprünglich sollten die Mitglieder der beiden Gremien bereits am vergangenen Donnerstag gewählt werden, wegen Streitigkeiten wurden die Abstimmungen aber immer wieder vertagt. Die Diskussionen der Delegierten waren von scharfen Auseinandersetzungen zwischen der jungen und der alten Riege über Reformen geprägt. An der Spitze der Fatah wurde am Wochenende der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) bestätigt. (APA/AFP)

  • Fatah-Mitglieder bei der Stimmenauszählung.
    foto: epa/abed al hashlamoun

    Fatah-Mitglieder bei der Stimmenauszählung.

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