Großbrand war vermutlich gelegt

10. August 2009, 20:29
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Wirtschaftsgebäude eines Schweinezuchtbetriebs brannte nieder - 400 Tiere starben

Klagenfurt - Der Großbrand in Großbuch bei Klagenfurt, bei dem in der Nacht auf Sonntag drei Wirtschaftsgebäude eines Schweinezuchtbetriebs bis auf die Grundmauern niedergebrannt und rund 400 Tiere verendet sind, könnte gelegt worden sein. Die Ursachenermittlung der Polizei wurde am Montagnachmittag beendet, ein technischer Defekt wird ausgeschlossen. "Es war vermutlich Brandstiftung", sagte Wolfgang Rossmann von der Brandgruppe des Landeskriminalamts.

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass es sich nicht um eine objektive Brandursache handle, so der Beamte. Ob das Feuer auf Fahrlässigkeit oder eine Absichtshandlung zurückzuführen ist, steht noch nicht fest, weitere Erhebungen sind im Gange. "Jetzt fängt die Reise an." Man müsse nun schauen, wer ein Motiv habe, wer sich Zugang zu den Stallungen verschaffen könne, wer sich im Betrieb auskenne. "Man muss einen roten Faden finden und anfangen, ihn aufzurollen", meinte Rossmann.

Der Schaden, welcher durch das Feuer verursacht wurde, bewegt sich jenseits der Millionenhöhe. Rund 195 Feuerwehrleute aus dem Bezirk Klagenfurt waren an den Löscharbeiten Samstagnacht beteiligt. Zwar konnte das Wohnhaus des 67 Jahre alten Landwirtes gerettet werden, doch drei eng verbaute Wirtschaftsgebäude und nahezu das gesamte Zuchtvieh wurden ein Raub der Flammen.(APA)

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