Explosion in Bergwerk: 20 Vermisste

10. August 2009, 20:10
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Neun Bergleute verletzt - Ursache könnte Methangas sein

Bratislava - Nach einer Explosion in einem Braunkohlebergwerk sind in der Slowakei am Montag 20 Menschen verschüttet worden. Neun weitere Bergleute konnten verletzt geborgen werden. Wie der für Bergbau zuständige Wirtschaftsminister Lubomir Jahnatek sagte, sei schon am Vormittag jeglicher Kontakt zu den Vermissten in der Grube in Handlova (Nordwestslowakei) abgebrochen.

Firmenvertreter erklärten dem TV-Nachrichtensender TA3, dass um sieben Uhr morgens ein Feuer in einem Schacht ausgebrochen war. Um das Feuer zu bekämpfen, seien mehrere Bergleute und Mitglieder der firmeneigenen Rettungsmannschaft in mehr als 300 Meter Tiefe abgestiegen.

Etwa zwei Stunden später gab es in einem stillgelegten Nebenschacht eine Explosion, die möglicherweise durch Methangasreste ausgelöst wurde.

Geringe Überlebenschance

Ein Firmensprecher sagte, es gebe nur geringe Überlebenschancen für die Vermissten. In dem stillgelegten Schacht gebe es keine Frischluftzufuhr mehr und die Temperaturen könnten bis zu 70 Grad Celsius betragen.

Premierminister Robert Fico und Innenminister Robert Kalinak eilten am Abend an den Unglücksort. Für zahlreiche Angehörige der Vermissten, die sich vor der Grube versammelten, wurde eine psychologische Betreuung organisiert.

Ursprünglich war die Zahl der Vermissten mit acht Bergleuten und elf Angehörigen des Rettungsteams der Firma angegeben worden. Am Abend korrigierte der für Bergbau zuständige Wirtschaftsminister Lubomir Jahnatek die Vermisstenzahl auf 20. (APA)

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