Polen will Staatsanteile zügig verkaufen

10. August 2009, 19:28
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Die Regierung will Haushaltslöcher stopfen

Warschau - Die polnische Regierung will ihre restlichen Anteile an Banken im ausländischen Besitz noch in diesem Monat verkaufen. Damit wolle die Regierung ihre Haushaltslöcher stopfen, sagte Finanzstaatsekretär Adam Leszkiewicz am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Bereits in der vergangenen Woche hatte Polen die Erholung am Aktienmarkt genutzt, um sich von drei Prozent an Pekao für fast 270 Mio. Euro zu trennen. Die Anteile wurden an der Börse breit platziert. Pekao, die größte Bank Polens, gehört mehrheitlich der italienischen Unicredit.

Nun stehen auch die Staatsanteile an der BZ WBK (1,93 Prozent), der Citibank Handlowy (2,5) und der ehemals zur HypoVereinsbank und jetzt zu GE Financial gehörenden BPH (3,7) zur Disposition. "Wir werden in der zweiten Augusthälfte soweit sein, unsere Beteiligungen zu verkaufen", sagte der Staatssekretär. Zusammen seien sie etwa 320 Mio. Zloty (78 Millionen Euro) wert. Insgesamt soll der Verkauf von Staatsbeteiligungen Polen bis Ende des kommenden Jahres 36,7 Mrd. Zloty (rund neun Milliarden Euro) einbringen. Allein für 2009 rechnet das Land mit einem Haushaltsdefizit von 27 Mrd. Zloty. (APA)

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