Vier Millionen Lösegeld für italienisches Schiff

10. August 2009, 19:16
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Italienische Regierung dementiert Lösegeldzahlung - Somalische Piraten behaupten Geld am Sonntag bekommen zu haben

Die Freilassung des italienischen Schiffes Bucconeer durch somalische Piraten gerät zum politischen Thriller. Während die italienische Regierung die Zahlung eines Lösegelds kategorisch dementiert, behaupten die Piraten, von Rom vier Millionen Dollar erhalten zu haben.

Andrew Mwangura, der Koordinator des "East African Seafarers Assistance Programme", sprach von einer "Summe zwischen vier und fünf Millionen Euro".

Die Piraten hätten das Geld am Sonntagabend gezählt, berichtete Mwangura. Auch ein Regierungssprecher der autonomen Region Puntland erklärte, es sei "kaum vorstellbar", daß die Piraten die 15-köpfige Besatzung ohne Lösegeld freigegeben hätten.

Nach Informationen des Corriere della Sera sollen die Entführer bereits vor mehreren Wochen einen "Vorschuß" von 500.000 Dollar erhalten haben. Ihnen sei jedoch eine Schweigepflicht auferlegt worden. Der vor vier Monten gekaperte Hochseeschlepper wird unterdessen von einer Fregatte der italienischen Kriegsmarine nach Dschibuti eskortiert. (Gerhard Mumellter, DER STANDARD, 10.8.2009)

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