Staat zahlt für Anleihen weniger Zinsaufschlag

10. August 2009, 19:10
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Risikoprämie ging auf 0,32 Prozent zurück

Wien - Die Zinskosten von Österreichs Staatsanleihen sind im Vergleich zu den deutschen Anleihen auf den niedrigsten Stand seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 gesunken. Der heimische Staat refinanziert damit seine Ausgaben wieder günstiger am Kapitalmarkt und zahlt "nur noch" 0,32 Prozentpunkte mehr als Deutschland. Vor der Krise hat dieser Wert aber noch niedriger gelegen, zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Im Februar 2009 hat der Aufschlag auf die österreichischen Papiere noch bei über 1,4 Prozentpunkten gelegen.

Andere Staaten, deren Risikoprämien in der Krise ebenfalls in die Höhe geschossen sind, müssen weiterhin mehr zahlen, um sich zu refinanzieren. Irland, das mit einem scharfen Abschwung des eigenen Immobilienmarktes zu kämpfen hat, zahlt 1,45 Prozentpunkte mehr auf seine Staatsanleihen als Deutschland. Investoren hatten wegen hoher Staatsschulden in Irland und den österreichischen Investitionen in Osteuropa diese Anleihen verkauft. (Reuters, sulu, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 11.8.2009)

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