KP-Kandidatin kokettiert mit Klassenkampf

10. August 2009, 19:00
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Klimt-Weithaler will mit angriffiger Linie kommunistische Präsenz im Landtag absichern

Graz - Die neue Spitzenkandidatin der Kommunisten, Claudia Klimt-Weithaler, möchte bei der Landtagswahl im Herbst 2010 mit ihrer Partei zumindest im Landtag bleiben. Wie sie am Montag im Sommergespräch des ORF Steiermark sagte, sei ihr die "Herausforderung" bewusst, Ernest Kaltenegger nachzufolgen. Sie glaubt aber, mit angriffigerer Linie zum Erfolg zu kommen.

"Klassenkampf - warum nicht?"

Die KP stehe für eine "gerechte Umverteilung", man setze sich für "die Unteren" ein. Die aktuelle Situation sei ein guter Boden, zumal viele auf der Suche nach politischen Alternativen seien, ist Klimt-Weithaler überzeugt. Ein Anfang Sommer affichiertes, von einem Künstler gestaltetes Plakat, auf dem thronende Reiche von Werktätigen bedient werden, signalisierte einen neuen, angriffigen Stil: "Klassenkampf - warum nicht?", meinte die KPÖ-Politikerin dazu.

Im Land zeigte sie sich enttäuscht von der SPÖ: Ein roter Landeshauptmann hätte zusammen mit KPÖ und Grünen eine "ganz andere" Politik machen können: "Das Problem ist nur, dass die SPÖ lieber die große Mehrheit mit der ÖVP gesucht hat, als sich etwas zu trauen." (APA)

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    ie KPÖ will das Thema 'Reichensteuer' und 'Mindestlohn' mit einem provokanten Plakat, das vom Künstler Josef Schützenhöfer gestaltet wurde, neu beleben. Im Bild: Claudia Klimt-Weithaler, Josef Schützenhöfer (Mitte) und Ernest Kaltenegger.

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