Ladungstransport in monomolekularen Schichten untersucht

10. August 2009, 18:32
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Grazer Physiker setzten Synchrotronstrahlung ein

Graz/Wien - Sich selbst organisierende elektronische Bauteile der nächsten Generation haben Wissenschafter des Instituts für Festkörperphysik der Technischen Universität (TU) Graz gemeinsam mit US-Forschern mit Synchrotronstrahlung durchleuchtet und so die Anordnung der einzelnen Atome und Moleküle in der hauchdünnen organischen Schicht enthüllt. "Synchrotronstrahlung ist bestens geeignet, um den atomaren Aufbau von Materie zu untersuchen, da sich damit periodische Strukturen im Zehntel-Nanometerbereich - der Größe eines Atoms - charakterisieren lassen", so die Experten.

Die Grazer Physiker Armin Moser und Roland Resel klärten zudem den Ladungstransport in der monomolekularen Schicht und konnten zeigen, dass die untersuchte Molekülschicht einen zweidimensionalen Kristall darstellt. Das entwickelte Modell stelle einen wichtigen Schritt in der organischen Halbleiterelektronik dar, gab die TU Graz bekannt. Die Arbeiten wurden vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützt und in der jüngsten Online-Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift "Nature Nanotechnology" veröffentlicht.

Der Einsatz alternativer Materialien für kleinste Bauteile in der Elektronik bietet die Möglichkeit neuer elektronischer Anwendungen, zum Beispiel biegbare Displays und biegbare Solarzellen. (APA/red)

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