Neonazis planen Gedenkmarsch für Hitler-Stellvertreter Hess

10. August 2009, 15:43
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Premier Bajnai fordert Verhinderung des Aufmarsches mit allen gesetzlichen Mitteln - Gegendemo angekündigt

Budapest - Ungarn und die Hauptstadt Budapest dürften kein "Paradies für Neonazis sein". Mit diesen Worten hat der ungarische Premier Gordon Bajnai am Montag auf die Ankündigung ungarischer Nationalsozialisten reagiert, für 15. August einen internationalen Aufmarsch in Budapest zu planen. Laut der Tageszeitung "Nepszabadsag" (Montagausgabe) soll mit der Kundgebung des Todestages des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess gedacht werden.

Regierungschef Bajnai appellierte an die Behörden, den Aufmarsch mit allen rechtlichen Mitteln zu verhindern. Der Premier vertraue darauf, dass die Veranstaltung verhindert werden kann, meldete die ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Hinter dem geplanten Aufmarsch steht die "NS Front", die rechtsradikale Hungaristen und Neonazi-Organisationen vereint. Der Schauplatz des Aufmarsches und des Konzerts soll erst zwei Tage im Voraus bekanntgegeben werden. Laut "Nepszsabadsag" gelang es der "NS Front" bisher nicht, die notwendigen Genehmigungen für den Aufmarsch einzuholen. Zivilorganisationen hätten für den gleichen Tag eine Protestdemonstration im Park vor dem Budapester Rathaus angekündigt. (APA)

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