Hohe Auszeichnung für Physiker aus Österreich

10. August 2009, 18:11
11 Postings

Henri-Poincaré-Preis an Robert Seiringer und drei Kollegen

Wien - Alfred Nobels Testament hat keine Nobelpreise für Mathematik vorgesehen. Aber es gibt einige andere Auszeichnungen, die für die Fachvertreter ein ähnliches Prestige genießen: die Fields-Medaille oder den seit 2003 verliehenen Abel-Preis. Die wichtigste Auszeichnung, die mathematische Physiker gewinnen können, ist der Henri-Poincaré-Preis, der seit 1997 alle drei Jahre verliehen wird.

Bereits zum zweiten Mal gehört nun ein gebürtiger Österreicher zu den Preisträgern: Nach Walter Thirring (2000) wurde heuer dem erst 32-jährigen Robert Seiringer mit drei Kollegen die große Ehre zuteil. Seiringer, der bei Jakob Yngvason an der Universität Wien dissertierte und sich 2005 hier auch habilitierte, erhielt die Auszeichnung für seine mathematischen Analysen extremer Aggregatzustände bei niederen Temperaturen wie dem Bose-Einstein-Kondensat.

2001 ging er mit einem Schrödinger-Stipendium an die Uni Princeton, wo er seitdem forscht. An der Uni Wien ist er als a. o. Professor zurzeit karenziert. (tasch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11. August 2009)

Share if you care.