Präsident stellt Extremisten vor Wahl: Gericht oder Tod

10. August 2009, 13:37
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Jewkurow: "Wer sich nicht ergibt, soll vernichtet werden. Das ist nicht mein Gutdünken, das ist Gesetz"

Moskau/Wien - Der Präsident der russischen Teilrepublik Inguschetien, Junus-Bek Jewkurow, hat hartes Durchgreifen gegen bewaffnete Extremisten angekündigt. "Diejenigen, die sich ergeben und vor Gericht erscheinen, werde ich persönlich kontrollieren. Wer sich nicht ergibt, soll vernichtet werden. Das ist nicht mein Gutdünken, das ist Gesetz", sagte Jewkurow am Montag auf seiner ersten Pressekonferenz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus laut der russischen Agentur RIA Novosti. Er war bei einem Abschlag im Juni schwer verletz worden.

Anti-Terror-Einsätze

Er wolle gemeinsame Anti-Terror-Einsätze mit tschetschenischen Sicherheitsbehörden fortsetzen. "Die gemeinsamen Einsätze bringen gute Ergebnisse", so Jewkurow. Es bestehe aber "keine Notwendigkeit", eine umfassende Anti-Terror-Operation in ganz Inguschetien zu führen.

Die Region wird wie die anderen russischen Teilrepubliken Tschetschenien und Dagestan im Nordkaukasus immer wieder von schweren Anschlägen erschüttert. Dabei wurden allein in Inguschetien zuletzt auch mehrere hohe Funktionäre verletzt oder getötet. (APA)

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