Nichts zu lachen für Prödl

10. August 2009, 13:07
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Werder-Spieler laut "kicker" der schlechteste Mann am Platz - Bild: "Hat sein Geld nicht verdient" - Bessere Wertungen für Fuchs und Ivanschitz

Nürnberg - Mit schlechten Kritiken in seinem Fußball-Gepäck ist Sebastian Prödl ins ÖFB-Teamcamp vor dem Klagenfurter Länderspiel gegen Kamerun (Mittwoch, 20.30 Uhr/live ORF 1) eingerückt. Die Zeitung "Bild" verpasste dem Werder-Verteidiger für seine Leistung im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (2:3) einen Sechser ("Hat sein Geld nicht verdient") und auch das Fußball-Magazin "kicker" (Montag-Ausgabe) benotete ihn mit 5,5, womit er schlechtester Mann auf dem Platz war.

Dass der Steirer zum Auftakt der Deutschen Fußball-Bundesliga in der 91. Minute nach einem eher harmlosen Körperkontakt mit dem gegnerischen Torhüter nach der zweiten Verwarnung vom Platz flog, war auch für den "kicker"-Reporter nicht ganz nachvollziehbar. "Die Gelb-Rote Karte für Prödl war zu hart", befand der Schreiber.

Einen "Vierer" bekam Andreas Ibertsberger nach dem 1:1 seiner TSG 1899 Hoffenheim gegen Titelfavorit Bayern München. Jeweils Note "Drei" erhielten Christian Fuchs nach dem 3:3 des VfL Bochum gegen Borussia Mönchengladbach und Andreas Ivanschitz nach dem 2:2 des FSV Mainz gegen Bayer Leverkusen.

Ivanschitz nicht schlimmer verletzt

Ivanschitz, der von der zentralen Mittelfeldposition in der offensiven Dreierreihe die Initiative ergriffen und das Führungstor vorbereitet hatte, erlitt bei seinem Debüt eine Muskel- und Knochenprellung am inneren linken Knie. "Ich habe Glück gehabt, die Bänder sind in Ordnung", sagte der Burgenländer nach einer am Montag vorgenommenen Kernspin-Untersuchung.

Der Mittelfeldspieler geht davon aus, dass er nach einer zweitägigen Therapie am Mittwoch wieder ins Training einsteigen und am Samstag in Hannover wieder mit von der Partie sein wird. Die Verletzung hatte sich Ivanschitz in einem "normalen" Zweikampf mit Renato Augusto zugezogen. "Es passierte nach 30, 35 Minuten. Er hat unabsichtlich mit seinem Knie seitlich meines getroffen", erzählte Ivanschitz, der bis zur Pause durchgehalten, aber dann in der Kabine geblieben war.

Mit dem 2:2 waren die Mainzer letztlich zufrieden. "Wir haben stark begonnen und sind rasch 1:0 in Führung gegangen. Dann haben wir das Spiel aus der Hand gegeben, aber durch einen Traumfreistoß doch noch ein Remis erreicht", meinte der Debütant, der das 1:0 vorbereitet hatte. Es sei ein guter Start für alle gewesen und gebe Selbstvertrauen. "Auch mir, obwohl ich nur eine Hälfte spielte. Die Stimmung ist sehr positiv."(APA)

  • "Die Gelb-Rote Karte für Prödl war zu hart"
    foto: rose/bongarts

    "Die Gelb-Rote Karte für Prödl war zu hart"

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