Solidarität mit Mordopfern

10. August 2009, 12:38
posten

Am Wochenende versammelten sich tausende Israelis in Tel Aviv - Präsident Peres sprach zu DemonstrantInnen

Tel Aviv - Eine Woche nach dem Anschlag auf ein Homosexuellen-Zentrum in Tel Aviv mit zwei Toten haben Zehntausende Israelis ihre Solidarität mit der schwul-lesbischen Gemeinde des Landes bekundet. Zu einer Kundgebung auf dem Yitzhak-Rabin-Platz im Stadtzentrum versammelten sich am Samstagabend mehr als 20.000 Menschen. Eine Regenbogenfahne wurde ausgebreitet. Israels Präsident Shimon Peres hielt eine Rede, auch Erziehungsminister Gideon Saar nahm an der Demonstration teil.

Täter weiterhin flüchtig

Am Samstag vor einer Woche war ein maskierter Mann in das Zentrum für junge Homosexuelle eingedrungen und hatte mit einer Schnellfeuerwaffe geschossen. Eine 17-jährige Frau und ein 26-jähriger Mann wurden getötet, 15 weitere Menschen teilweise schwer verletzt. Der Täter ist flüchtig, sein Motiv noch unklar. Die Polizei schließt neben Hass auf Schwule und Lesben auch persönliche Rache als Motiv nicht aus. Obwohl Homosexuelle in Israel im Allgemeinen toleriert werden, sind vor allem Schwule oftmals Anfeindungen von ultraorthodoxen Juden ausgesetzt. (APA/AFP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Solidaritätsbekundungen für die Opfer eines homophoben Übergriffs in Tel Aviv.

Share if you care.