Junge KünstlerInnen aus 29 Nationen

10. August 2009, 12:21
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Am Samstag wurde in Bayreuth das 59. Festival junger KünstlerInnen eröffnet - 80 Veranstaltungen bis Ende August

Bayreuth - Am Samstag ist in Bayreuth das 59. Festival junger Künstler eröffnet worden. In 22 Workshops werden die rund 300 TeilnehmerInnen ihre Arbeit bis Ende August in mehr als 80 Veranstaltungen präsentieren. "Trotz des Sparzwangs setzen wir auf höchste Qualität", sagte Festival-Chefin Sissy Thammer zum Auftakt. Dem Rotstift ist allerdings das ambitionierte Projekt "Der Ring ohne Worte" zum Opfer gefallen.

Zum unverwechselbaren Stil der Veranstaltung gehört seit der Gründung des Internationalen Jugendfestspieltreffens im Jahr 1950 die Beschäftigung mit Richard Wagner. Unter dem Motto "Richard Wagner und Frankreich" analysiert das Festival in diesem Jahr die lebenslange ambivalente Beziehung Wagners mit dem Nachbarland. Die TeilnehmerInnen haben auch die Möglichkeit, die Werke Richard Wagners im Festspielhaus live zu erleben.

Dialog zwischen arabischer und der westlicher Welt

Mit der Musik, der einzigen Sprache der Welt, die keine Übersetzung braucht, leistet das Festival auch einen wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung und zum sozialen Miteinander. Seit dem Fall des "Eisernen Vorhangs" sieht sich das Festival als Spiegelbild der globalisierten Welt. Der Workshop "Orient meets Okzident" (Ost triff West) greift nach Angaben von Festival-Vorstand Andreas Lösch eines der großen bewegenden Themen unserer Zeit auf, den Dialog zwischen der arabischen und der westlichen Welt.

Ganz nach dem Wagners Motto "Kinder schafft Neues" wird zum Abschluss des Festivals erstmals die "Arabische Passion" nach Johann Sebastian Bach aufgeführt. Vladimir Ivanoff hat zwei der wichtigsten Werke der westlichen Musikgeschichte, die Matthäus- und die Johannes-Passion, neu arrangiert und mit Elementen der traditionellen arabischen Musik und des Jazz verbunden. An dem Projekt wirken 30 junge Musiker aus dem Libanon, Syrien, dem Irak, Palästina und Westeuropa mit.

Traditioneller Höhepunkt ist das Symphonieorchester unter der Leitung von Elisabeth Fuchs. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr La valse von Maurice Ravel, die Scènes Alsaciennes Suite von Jules Massenet, Wagners Siegfried-Idyll und die Symphonie Nr 5 d-moll von Felix Mendelsohn Bartholdy. (APA)

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