Rumänische Töchter werden gestärkt

10. August 2009, 15:38
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Neun europäische Institute erhöhen ihr Eigenkapital in Rumänien, darunter auch Erste, Raiffeisen und Volksbank

Brüssel - Neun europäische Banken haben mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission vereinbart, die Eigenkapitalquote ihrer Tochterfirmen in Rumänien zu erhöhen und einen 10-Prozent-Anteil zu gewährleisten. Unter den neun Banken befinden sich auch die Erste Group, Raiffeisen International und die Volksbank. 

Bilaterale Verträge

Ferner sind die Eurobank EFG, die National Bank of Greece, Societe Generale, Alpha Bank, Piraeus Bank und die UniCredit Group vertreten, geht aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht der EU-Kommission hervor. Die Mütter dieser neun größten in Rumänien vertretenen Banken mit einem Marktanteil von 70 Prozent haben vergangenen Donnerstag mit der rumänischen Nationalbank, dem IWF und der EU-Kommission bilaterale Verträge unterzeichnet, die zwei Hauptpunkte enthalten - einerseits die Aufrechterhaltung ihres Engagements in Rumänien und eben die Erhöhung des Eigenkapitalanteils auf zehn Prozent. Laut Kommission hängt der Erfolg des rumänischen Wirtschafts-Reformprogramms einschließlich der Preisstabilität auch von der soliden Grundlage des Bankensektors ab. Der Wettbewerb sollte dazu führen, dass auch die Kreditzinsen sinken.

Österreichische Banken erfüllen Quote bereits

Handlungsbedarf, um die vereinbarte Eigenkapitalquote in Rumänien auch umzusetzen, besteht bei den drei österreichischen Instituten nicht: RI habe in Rumänien derzeit eine Eigenkapitalquote "um die 13 Prozent" und sei damit "bequem drüber", sagte ein Sprecher. Die UniCredit ist in Rumänien ebenfalls "über den 10 Prozent" Eigenkapital und hat "keine unmittelbare Notwendigkeit, Kapital zu erhöhen", und auch die Erste Gruop hatte eigenen Angaben zufolge per 30. Juni eine Eigenmittelquote von 10,4 Prozent. (APA)

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