derStandard.at-Interview

"Die Politik wird ohnmächtig"

10. August 2009 12:49

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl sieht die heimische Politik zunehmend handlungsunfähig - Die generelle Mutlosigkeit und den "Beton-Föderalismus" würden die Bürger teuer bezahlen müssen

Christoph Leitl, dem obersten Wirtschaftskämmerer des Landes, geht zu wenig weiter. Für die fehlenden Reformen eines überteuerten Bildungs- und Gesundheitssystems würden Politiker verantwortlich zeichnen, die weder Visionen nocht Gestaltungskraft aufweisen. Die Verwaltung des Status Quo und ein falsch verstandener Föderalismus würden schon bald auf Kosten der Steuerzahler gehen. Langfristig drohe der politischen Klasse sogar eine Wählerschaft, die von der Demokratie die Nase voll hat, warnt Leitl im Gespräch mit Lukas Kapeller.

***

derStandard.at: Sie sagen in der "Presse am Sonntag", die politischen Entscheidungsträger entscheiden nicht mehr. Wer entscheidet dann? Und wo ist die Macht hingewandert?

Leitl: Die Macht hat sich in Lethargie gewandelt. Aus Regieren ist Administrieren geworden, vielleicht ist das der bessere Ausdruck als Lethargie.

derStandard.at: Sie konstatieren einen "Machtverlust der Politik". Wichtige Reformen würden nicht angegangen werden. Woran liegt es, dass die Politik Macht und Mut einbüßt?

Leitl: Die Politik ist zu sehr mit der Bewältigung des Alltags beschäftigt. Sie bringt zu wenige mittelfristige Projekte in professioneller Weise auf Schiene. Im Management ist es üblich, sich zusammenzusetzen, Ziele und Strategien zu vereinbaren. Es werden Maßnahmen definiert und umgesetzt, dann wird eine Erfolgskontrolle gemacht. Es werden alle Beteiligten eingebunden.

derStandard.at: Zum Beispiel?

Leitl: Ein klares Ziel hilft, eine entsprechende Motivation, um nicht zu sagen, Begeisterung, für eine Sache zu entwickeln. Wenn ich zum Beispiel sage "Wir wollen das beste Bildungssystem Europas", dann hätte das doch etwas Motivierendes, ja Faszinierendes. Das würde Kräfte freisetzen. Das muss Politik bewirken, und das tut sie aus meiner Sicht viel zu wenig. Die Politik sagt ganz allgemein: Es muss etwas geschehen. Sie sagt aber nicht, was, wie und wann.

derStandard.at: Sie fordern Reformen, zum Beispiel in Bildung und Gesundheit. Fehlt es wirklich am Mut der Politiker, also der einzelnen Personen? Oder ist es ein strukturelles Problem, ein Systemproblem?

Leitl: Es fehlt am Management-Können. Man weiß gar nicht, wie man an die Sache herangehen soll. Man weiß nur, sie ist wichtig. Dann nimmt man einen einzelnen Punkt heraus, und dann streitet man über den. Denken Sie nur: Wenn über die Staatsreform diskutiert wird, fängt sicher einer mit dem Bundesrat an. Da kennt sich jeder aus, da kann jeder mitstreiten. Und am Schluss: Was ist da?

derStandard.at: Sie meinen damit aber nicht, dass Regierungen ihr Primat zugunsten der Wirtschaft und diverser Lobbies abgegeben haben?

Leitl: Oja, das meine ich jetzt aber nicht auf der nationalen Ebene. Schauen Sie, US-Präsident Obama beschwert sich zurecht, dass die Wall-Street-Boys dort schon wieder ihr Spielchen beginnen. Wenn er aber gesetzliche Änderungen will, dann lobbyieren die im Kongress, sodass unsicher wird, ob er von der großen Mehrheit, die ihm die Wähler gegeben haben, überhaupt Gebrauch machen kann. Wir haben auf globaler Ebene dasselbe: Die Politik ist nicht mehr gestaltungsfähig.

derStandard.at: Aber gerade auf internationaler Ebene waren es doch Konservative wie Ronald Reagan, Margaret Thatcher oder die Bushs, die die politische Gestaltung den Lobbies geopfert haben?

Leitl: Wer immer es früher war. Über frühere Zeiten zu reden, liegt mir nicht. Ich blicke auf heute und morgen. Es muss klar sein, dass weder der Gier-Kapitalismus noch die sozialistische Planwirtschaft die Erfolgsmodelle sind. Sie sind beide gescheitert. Was wir brauchen, ist eine soziale Marktwirtschaft auf globaler Ebene. Wir brauchen freien Wettbewerb, aber darüber hinaus ein politisches Rahmensystem, das uns steuert und auch Werte vermittelt. Das fehlt uns heute.

derStandard.at: Und was passiert, wenn die Politik dieser Rolle nicht gerecht wird?

Leitl: Wir werden die eine Krise mit Müh' und Not überwinden, aber steuern sehenden Auges auf die nächste Krise zu, wenn wir nichts ändern. Das ist überall dasselbe: ob das jetzt die globale, nationale oder regionale Ebene ist. Versuchen Sie einmal in einem Bundesland ein Krankenhaus - nicht zuzusperren, davon rede ich gar nicht - einfach nur auf Schwerpunkte zu reduzieren oder auf Rehabilitation umzustellen! Die Politik wird ohnmächtig, sie wird zunehmend handlungsunfähig. Was ist die Folge? Die Leute stellt das nicht zufrieden. Die Leute spüren, es fallen keine Entscheidungen, und sie zweifeln zunehmend an der Lösungsfähigkeit des demokratischen Systems, der Demokratie. Das macht mir ungeheure Sorgen.

derStandard.at: Wenn wir in Österreich bleiben: Sie haben das Beispiel Spitäler genannt, es gäbe viele andere. Hat der Bund zu wenig Mut gegenüber den Bundesländern?

Leitl: In Österreich kann sich einer allein nicht bewegen. Wir haben die Kompetenzen so verschachtelt. Was einmal klug gedacht war - in einem kleinen Land, gemeinsame Sache zu machen -, entwickelt sich immer mehr zu einer Lähmung dieses kleinen Landes. Man kann immer weniger Dinge bewegen, von denen eigentlich jeder überzeugt ist, dass sie bewegt werden sollen.

derStandard.at: Also Kritik am Föderalismus?

Leitl: Wir haben einen falsch verstandenen Föderalismus. Ein richtiger, gesunder Föderalismus löst Probleme. Wer Probleme nicht lösen kann, bekommt selbst welche. Ein Beton-Föderalismus wird nicht lange Bestand haben. Alles, was nichts mehr bewegt, geht historisch gesehen zugrunde. Ich glaube aber, dass das gar nicht notwendig wäre. Unser freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat hat ja unheimlich viel geschaffen. Die Politik darf nur jetzt nicht kraftlos zurücksinken, sondern muss die Ärmel aufkrempeln.

derStandard.at: Gerade jetzt würde sich Tatenlosigkeit Ihrer Meinung nach bitter rächen?

Leitl: In Zeiten wie diesen ist das besonders notwendig, denn wir stehen in einem globalen Wettbewerb. Unser Wohlstand von morgen hängt davon ab, wie wir die Probleme heute angehen. Wenn nicht, müssen wir die Zeche zahlen. Und zwar nicht einige wenige, wie uns manche weismachen wollen, nicht ein paar Reiche und Vermögende. Alle werden die Zeche bezahlen müssen: ob das über eine höhere Mehrwertsteuer, über die Sozialversicherungsbeiträge, ob das über direkte oder indirekte Steuern ist. Alle werden wir zu zahlen haben. Diejenigen, die heute nichts machen, sind verantwortlich für die Rechnung, die wir den Bürgern morgen ausstellen müssen. (Lukas Kapeller, derStandard.at, 10.8.2009)

Zur Person

Christoph Leitl (60) ist seit 2000 Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, schon ein Jahr länger Obmann des ÖVP-Wirtschaftsbundes. Der leidenschaftliche Sozialpartner studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Linz. Bis 1990 leitete der zweifache Vater das Familienunternehmen Bauhütte Leitl-Werk im oberösterreichischen Eferding.

Kommentar posten
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1 2 3 4
systema radl
20.08.2009 14:12
leider hilft diese wirtschaftskammer

nur den interessen der großen konzerne. der einzelne wirtschaftstreibende hat außer zwangsgebühren garnix davon. ganz im gegenteil, das erste was per post auf ein startup verschickt wird ist die jahreszwangsgebühr.

jopra
 
18.08.2009 12:50
die Richtige Haltung

ist zumindest da. Jetzt muss man nur noch HANDELN!

Weisheit = Handlung

Baer8
18.08.2009 12:29
Veränderungen will er immer nur bei den anderen...

Die schwarze Klientel soll nicht angetastet werden aber gerade dort ist Verschlankung und Effizienz angesagt denn wir haben so viele Beamte, daß wird den halben Planeten damit versorgen könnten. Zusätzlich nagt die Bauernlobby über die gigantischen Agrar-Förderungen am Lebensnerv der Bürger und gefährdet den Wirtschaftsstandort Österreich.

Father in Motherboard
18.08.2009 11:29
"ohnmächtig"

eine schöne umschreibung für "die" wörter die ich hier nicht posten darf

motorsport
18.08.2009 09:20
da stimmt schon vieles

aber ich verstehe nicht warum der hr. leitl das alles sagt. ich kann beim besten willen keinen wert darin sehen dasz es eine wirtschaftskammer ueberhaupt giebt. er ist also eigentlich genau teil des problems gegen das er wettert. in wahrheit hat sich doch gerade das kammernsystem ueberlebt. moechtegern wirtschaftsmagnaten rennen dort herum und agieren als haetten die unternehmen ueber die sie verantwortung bekommen haben noch irgendetwas su melden. die jahresumsaetze der unternehmen, die hr. leitl repraesentiert sind gleich den wochenumsaetzen der unternehmen, die heute die wirtschaft bestimmen. das ist die folge einer freien marktwirtschaft und der hr. leitl sollte seine kammer auflassen und ueber lobbying in bruessel nachdenken.

Strudelteig
19.08.2009 10:33

Seit Herbst 2008 wurde die Institution der Kammern sogar in -Verfassungsrang gehoben! Und zwar mit den Stimmen von .... ach eh schon wissen.

Kathi1609
 
16.08.2009 07:16
Ich hätte das

bei einem Leitl-Interview nicht gedacht, aber: Ich stimme von vorne bis hinten zu ...

Philippe Glatz
15.08.2009 11:54
Her Leitl,

"Alles, was nichts mehr bewegt, geht historisch gesehen zugrunde. "

Das gilt auch für das Kapital der Wohlhabenden, welches unbewegt in ausländischen Steuerparadiesen herum liegt. Zinsen sind der Preis für Liquiditätsverzicht. Legen Sie das mal um auf alle, die, weil diese Zinsen nicht in den Staatshaushalt einfliessen, nicht liquide sind. Das ist ein Verbrechen am gesamten Staatshaushalt. Da brauchen Sie gar nicht mit der Mehrwertsteuer liebäugeln, welche wieder nur aus der Tasche der Arbeitenden und nicht aus den am Steuersystem vorbei gezogenen hohen Gewinne der sog. Kapitalisten, gestohlen werden soll.

also dann ...
11.08.2009 15:17
mr. leitl : so lange der kammerstaat österreichs zu den trittbrettfahrern... und p a r a s i t e n der steuerzahler zählt - die kammern erzielen seit jahren ÜBERSCHÜSSE (!) - brauchen

sie hier keine grossen ratschläge erteilen !
im gegenteil - ihre ratschläge sind heuchlerisch :
ÜBERSCHUSS (mio): 2004..2005..2006..2007
bd.kammer (seite 35).112.....63......66.....61
ld.kammer (s. 46)......200....221....190...153
t o t a l : ................312....284....256...214
- - -
u n d (in mrd) :
rücklagen (s. 151):...1,5.....3,1.....4,4.....4,7 +313%
wertpapiere(152) : ...1,5....2,2.....2,8.....3,0 +200%
siehe gebarung des staates 2007-teil 1 - östat
http://www.statistik.at/web_de/dy... detail=466
- - -
w i e s o
geben sie das geld nicht d. st.zahlern zurück ?

Philippe Glatz
15.08.2009 11:55
Absolut berechtigte Frage!!!

didi111
11.08.2009 12:08
Herr Leitl,


WAS hindert Sie eigentlich, sich nicht voll für die Verwaltungsreform einzusetzen?

Fast Niemand hat ein Problem, wenn sich die 9 Landeswürschteln mit Hofstaat vertschüssen würden.

Das diese Landesfürsten primär nur ihre Wichtigkeit vordergründig spielen OHNE auf die Kosten zu schauen, ist ja offensichtich.

INTERESSANT wäre, einmal ausrechnen zu lassen,
WIEVIEL der Luxus von 9 Landesregierungen eigentlich kostet?

Und wenn diese Ebene einmal richtigerweise wegrationalisiert wird, wird dann wieder die Gestaltungsmöglichkeit der nationalen Politik erhöht.

Nur, Herr Leitl, ein bisserl kritisieren ist zu wenig.

Lassen Sie IHREN Worten Taten folgen!!!

Strudelteig
19.08.2009 10:40

Also das will ich nicht!

Wer würde die Interessen der Länder wahrnehmen, in der Infrastruktur zum Beispiel? Die Kompetenzen der Länder sind ohnehin klein gehalten und eigentlich sollten sie danach trachten, mehr Kompetenzen zu bekommen.

her wig
11.08.2009 15:39

Was haben alle immer gegen die Landesregierungen?? Subsidiarität ist gefragt. Sonst könnte man, überspitzt formuliert, gleich eine Weltregierung einrichten. Die wäre dann Top-Effizient (wenn man von den Kosten für Lobbyismus, Korruption, Entfremdung usw. absieht).

Philippe Glatz
15.08.2009 12:04
Ich glaube niemand hat a priori

etwas gegen 9 Landesregierungen. Jedoch, wenn die Wirtschaft Sparen als Mittel zur Stabilisierung immer ausschliesslich auf Seite der arbeitenden Bevölkerung andenkt, dann ist es nur verständlich, dass auch an Sparen auf Seiten der Regierung gedacht wird. Die Kosten würden sicher ein sattes Plus ergeben. Und falls es nicht genehm ist, dann können ja andere effiziente Vorschläge folgen.Pröll führt keine Landesregierung sondern ein Herrschertum. Und was hat die Bevölkerung davon: Schulden. Es ist ganz normal und wünschenswert, dass arbeitende Menschen sich nicht ALLES gefallen lassen. Noch dazu wenn nach Aussage Leitl`s die Politik sich sowieso in Lethargie befindet. Also wozu soviel Politik finanzieren?

esmeralda1
11.08.2009 11:41
3 Säulen der Demokratie

Auch wenn es hier anders läuft: Die Regierung ist zum administrieren da, die Legislative liegt in einer Demokratie beim Parlament! Die Sozialpartner kommen gar nicht vor.
Vielleicht besinnen wir uns auf das wesentliche Entrümpeln die Verfassung von allem Unfung der diversen großen Koalitionen und Schaffen alle Gesetze ab, die niocht unbedingt erforderlich sind! Als Vorbild laßt uns den eigenveratwortliche und mündigen Bürger wählen - der kann das, wenn man ihn läßt!

Strudelteig
19.08.2009 10:42



Da kennen Sie sich aber in der österr. Verfassung wenig aus. Die das Rechtsinstitut der Kammern (=Sozialpartner) wurde ja erst kürzlich in Verfassungsrang gehoben.

normal citizen
11.08.2009 09:38
Na schön Hr. Leitl,

dann reformieren wir mal:

das Pensionssystem ( in ein paar Jahren zahlen 2 Berufstätige 1 Pension)
- keine Pension höher als die ASVG Höchstpension, sobald der Staat zuschiessen muß

Das Bildungssystem
- Maximal 20 Schüler pro Klasse
- Ganztagsschule

Gesundheitssystem
- frei wählbare Vorsorge und Alternativmedizin innerhalb einer Freigrenze
( wer etwas für seine Gesundheit tut, muß dies immer selbst bezahlen,
Übergewichtige, die fressen und saufen, bis die Transplantation fällig wird, ihnen werden alle Kosten übernommen)

Wirtschaft
weder in der Bauwirtschaft, noch in der Autoindustrie sind die Mehrzahl der höher qualifizierten Berufe zu finden, also Förderung der Klein- und Mittelbetriebe,
aber richtig.

pei mei
11.08.2009 09:18
dieser Sprücheklopfer worüber regt sich der eigentlich auf

der ist Wirtschaftkammerpräsident, Sozialpartner und ÖVPler ..... dann soll er mal machen und auf Sprücheklopfen ala "Gehts der Wirschaft gut geht's uns allen gut" verzichten ... ein ewiger Nörgler der seine Untätigkeit mit Kritik an den "anderen" übertünchen will ... durchschaut den keiner ?

nisus
11.08.2009 09:17
Nein Herr Leitl,

ich darf sie korrigieren, die Politik IST ohnmächtig und das schon sehr, sehr lange. Dafür gibt es viele Gründe, die politischen Akteure der Gegenwart sind nur das Produkt dieser Ohnmacht. Und – es wird noch schlimmer.

Soph Isticus
11.08.2009 08:51
Ein paar Punkte, die der liebe Herr Leitl wohl meint, wenn er von Erstarrung in der Verwaltung des Status Quo spricht:

1) Zusammenlegung aller Sozialversicherer Österreichs unter EIN EINZIGES Dach. Ersparnis: Milliarden!

2) Abschaffung der nur für junge österr. Männer geltenden Wehrpflicht, durch die diese bereits am eigenen Arbeitsmarkt (in Österreich!!!) gegenüber EU-Bürger_innen aus nicht wehrpflichtigen EU-Ländern eklatant diskriminiert werden. -->fairer Wettbewerb auch für ö Männer!

3) nur EIN stammspital für patient_innen mit psychischen erkrankungen; zentrale Speicherung und weitergabe von patientendaten an andere spitäler, sobald patient_innen beginnen, dieses stammspital zu wechseln. ziel: doppel-,drei-vier-fünf-sechs-sieben...x-fach-untersuchungen, die vollkommen unnötig sind, in anderen häusern zu vermeiden. Ersparnis: Milliarden!

Strudelteig
19.08.2009 10:47

Nein! Ein Zusammenlegen aller Sozialversicherungen widerspricht eigentlich allen wirtschaftlichen Grundsätzen! Diese Versicherungen dürfen keine Monopolstellung bekommen.

Meines Erachtens sollte man wählen können, bei welcher Versicherung man sich versichert. Das funktioniert in Deutschland auch.

also dann ...
11.08.2009 09:20
rechnen sie doch mal die mrd.-einsparungen , die sie so salopp aus dem ärmel schütteln, vor !

aber bitte mit angabe ihrer quellen - danke.

Flaschenpost
11.08.2009 08:56
große Ideen...

und was machen wir mit den dadurch "freiwerdenden" Beamten und Medizinern ?

das liebe urmili
11.08.2009 12:02

fühlen Sie sich veranwortlich dafür Beamten, die es offensichtlich nicht braucht, mit ihrem Geld weiterzufinanzieren, nur damit sie nicht einen neuen Job suchen müssen?

Wenn wir allen Berufsgruppen gegenüber so ein Mitgefühl entwicklen, können wir gleich den Staatsbankrott anmelden.

Flaschenpost
11.08.2009 08:48
Große Worte...

aber wozu?
Um später mal behaupten zu können "Ich habs doch schon immer gesagt aber keiner hat auf mich gehört"
oder
um einfach nur das Sommerloch zu füllen?

Unser Wirtschftskammerpräsident macht sich die Sache doch etwas leicht, sitzt er doch an einer der wichtigsten Schaltstellen der Wirtschft, müsste nicht er eine der treibenden Kräfte für eine erfolgreiche Neuorientierung sein?

Beim Lesen dieses Interviews hatte ich den Eindruck der Bürgermeister einer Landgemeinde beschwert sich über "die da oben" mit dem Bewusstsein selbst nie was ändern zu können.

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