Neue-Grippe-Patienten werden zu Hause behandelt

10. August 2009, 10:10
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Bei komplikationsfreiem Krankheitsverlauf reicht siebentägige Heimquarantäne

Wien - Die heimischen Gesundheitsbehörden stellen heute, Montag , ihre Strategie zur Bekämpfung der Neuen Grippe um. Ab sofort müssen Patienten mit neuer A(H1N1)-Influenza nicht mehr ins Spital, sie können auch zu Hause in Heimquarantäne behandelt werden. Voraussetzung ist ein komplikationsfreier Krankheitsverlauf, die endgültige Entscheidung trifft der zuständige Arzt.

Sieben Tage Heimquarantäne

Als Medikament wird weiterhin das antivirale Grippe-Mittel Tamiflu verwendet. Vorgesehen ist die Heimquarantäne grundsätzlich für sieben Tage, Risikopersonen wie Schwangere oder chronisch Kranke sollen weiterhin für zumindest zwei Tage in ein Spital eingewiesen werden. Die Behandlung in Heimquarantäne soll gleich gehandhabt werden, wie bei einer saisonalen Grippe. Der Kontakt mit anderen Menschen müsse auf ein notwendiges Minimum reduziert werden.

Formell entspricht diese Vorgehensweise dem Umstieg von der Maßnahme "Containment" oder "Eindämmung" auf "Mitigation" sprich "Schadensminderung". Zu diesem Schritt entschlossen sich bereits mehrere Länder darunter Großbritannien. Die bisherige Erfahrung mit der Neuen Grippe zeigt laut Ministerium, dass sich das Virus sehr rasch überträgt, der Krankheitsverlauf in den meisten Fällen jedoch sehr milde ist.  (APA)

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