Umweltschützer reißen sich um Öko-Domain

10. August 2009, 09:18
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Rivalisierende Organisationen wollen Kontrolle für sich

Ab Frühjahr 2010 soll die Öko-Domain ".eco" verfügbar sein - darüber, wer die Top-Level-Domain verwalten darf, herrscht allerdings noch keine Klarheit. Bislang galt die kalifornische Dot-Eco-Gruppe, die unter anderem von Al Gore unterstützt wird, als Favorit für die Aufgabe. Nun hat sich jedoch die kanadische Umweltschutzorganisation Big Room in das Rennen eingeschaltet und bewirbt sich ebenfalls bei der Icann um die .eco-Verwaltung. "Wir sind zwei unterschiedliche Bewerber mit zwei unterschiedlichen Geschäftsideen", so Minor Childers, Mitgründer von Dot Eco gegenüber der BBC.

Erlöse für Umweltschutzprojekte

Dot Eco will die Domains verkaufen, um die Erlöse an Umweltschutzprojekte zu verteilen. 57 Prozent der Profite sollen direkt weitergegeben werden. So wolle man einer der wichtigsten Umweltschutz-Förderer der Welt werden. Big Room möchte ebenfalls das Geld aus den Domain-Verkäufen an Projekte verteilen. Im Unterschied zu Dot Eco sieht das Geschäftsmodell jedoch vor, die .eco-Domains nur an umweltbewusste Unternehmen zu vergeben und diese dadurch auszuzeichnen. "Eco soll etwas bedeuten und mehr darstellen als irgendeine weitere Domain", so Trevor Bowden von Big Room.

Vergabekriterien

Die Kriterien für die Vergabe würden in Zusammenarbeit mit NGOs erstellt. Dot Eco will seine Kunden ebenfalls im Hinblick auf Umweltbewusstsein prüfen, aber dabei weniger streng vorgehen. Ein engagierter 13-jähriger Umweltschützer solle ebenso eine Domain bekommen, wie ein internationales Unternehmen. Die Unterschiede zwischen den Vorschlägen der Organisationen liegen zwar im Detail, haben bis jetzt jedoch eine Kooperation verhindert. Man müsse sich jedoch in naher Zukunft an einen Tisch setzen, so Minor Childers von Dot Eco. (pte)

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