Westerwelle schließt Koalition mit Grünen und SPD aus

9. August 2009, 20:35
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Streit zwischen FDP und CSU schwelt weiter

Berlin - Trotz des anhaltenden Krachs mit der CSU hat FDP-Chef Guido Westerwelle einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl eine deutliche Absage erteilt. Er habe schon vor einem Jahr gesagt, dass er eine solche Koalition für ausgeschlossen halte, sagte Westerwelle am Wochenende dem ZDF. Die CSU zweifelte dennoch erneut die Bündnistreue der Liberalen und zudem deren Wirtschaftskompetenz an.

Die Programme der Parteien passten nicht zusammen, sagte Westerwelle mit Blick auf SPD und Grüne. Seine Partei strebe Schwarz-Gelb an, "ohne Wenn und Aber". Auf die Kritik der CSU reagierte er gelassen. Die Wunsch-Koalitionspartner sollten sich nicht gegenseitig "lähmen und beharken", sagte er.

Seehofer macht Druck

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer verlangte derweil erneut einen offiziellen Beschluss der Liberalen zum Ausschluss einer Ampelkoalition. Es könne nicht sein, dass die FDP je nach Umfragelage nach links oder rechts neige, sagte Seehofer dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Seehofer hatte kürzlich Westerwelle auch persönlich als "Sensibelchen" attackiert.

Die FDP kommt eine Woche vor der Bundestagswahl, am 20. September, zu einem Parteitag zusammen, um eine offizielle Koalitionsaussage zu treffen. Die Liberalen haben sich klar für Schwarz-Gelb ausgesprochen, bisher eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen aber auch nicht vollkommen ausgeschlossen. Außerdem war bei der FDP wiederum die Kritik zu hören, die Union bekenne sich nicht klar genug zu einem schwarz-gelben Bündnis nach der Bundestagswahl am 27. September. (APA)

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    Für Horst Seehofer ist Guido Westerwelle ein "Sensibelchen"

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