Israel droht Hisbollah mit Konsequenzen

9. August 2009, 19:55
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Bei Anschlägen auf Israelis im Ausland - Reaktion auf angebliche Pläne zur Ermordung des israelischen Botschafters in Kairo

Jerusalem - Israel will die radikal-islamische Hisbollah und den Libanon für jeglichen Versuch zur Rechenschaft ziehen, Israelis im Ausland zu töten. Sollte einem israelischen Repräsentanten oder Touristen im Ausland auch nur ein Haar gekrümmt werden, werde man die Hisbollah als Verantwortliche in Betracht ziehen, sagte der stellvertretende israelische Außenminister Danny Ayalon am Sonntag einem israelischen Radiosender. Die Folgen für die Hisbollah wären schwerwiegend - ebenso für die Regierung in Beirut. Der Libanon sei verantwortlich für die Hisbollah, fügte Ayalon hinzu. Israel hatte 2006 im Süden des Libanon gegen die schiitische Hisbollah Krieg geführt.

Ayalon reagierte mit seinen Äußerungen auf einen Bericht der ägyptischen Zeitung "Al-Masri Al-Jum", wonach eine Gruppe mit Verbindungen zum sunnitischen Extremisten-Netzwerk Al-Kaida geplant habe, den israelischen Botschafter in Kairo zu ermorden. Der Zeitung zufolge hätten die Männer den Attentatsplan nach ihrer Festnahme gestanden. Ägyptische Behördenvertreter waren für eine Bestätigung des Berichts zunächst nicht zu erreichen.

Auf die Frage, warum er die Hisbollah und nicht Al-Kaida hinter dem Anschlagsplan vermute, sagte Ayalon, es gebe eine ideologische und professionelle Verbindung zwischen den Gruppierungen. Das Netzwerk Al-Kaida folgt den Lehren Osama bin Ladens von einem strikt sunnitisch ausgerichteten Islam. Die vom Iran unterstützte, schiitische Hisbollah verurteilte dagegen wiederholt die Anschläge der Al-Kaida auf Schiiten im Irak. (APA/Reuters)

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