Hapag-Lloyd bittet den Staat

9. August 2009, 19:28
5 Postings

Die deutsche Reederei braucht dem Vernehmen nach bis zu 1,75 Milliarden Euro an frischem Kapital

Hamburg - Die in Bedrängnis geratene deutsche Reederei Hapag-Lloyd will nach Spiegel-Informationen in der kommenden Woche um Staatsbürgschaft im Volumen von fast einer Milliarde Euro bitten. Am Dienstag solle der Hapag-Lloyd-Aufsichtsrat auf Grundlage eines Gutachtens der Unternehmensberatung Roland Berger entscheiden. Bis zur Aufsichtsratssitzung müssten sich die Gesellschafter auch über eine Kapitalerhöhung von fast 750 Mio. Euro einigen.

Dem Vernehmen nach braucht Hapag-Lloyd bis zu 1,75 Mrd. Euro frisches Kapital. Die fünftgrößte Reederei der Welt hatte im ersten Quartal 222 Mio. Euro Verlust eingefahren. Seitdem hat sich die Marktlage nicht durchgreifend verbessert. Der Hapag-Lloyd-Vorstand hat bereits ein Sparprogramm eingeleitet. 2008 hatte die Reederei noch einen Gewinn von 211 Millionen Euro eingefahren.

Hapag Lloyd bemühe sich derzeit, gecharterte Schiffe loszuwerden: Fast 30 Schiffe seien schon zurückgegeben worden. Für die meisten verbliebenen eingecharterten Schiffe seien um bis zu 30 Prozent niedrigere Konditionen ausgehandelt worden. (AP, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10,8.2009)

Share if you care.