OSZE beobachtet Bundestagswahl

9. August 2009, 21:12
  • Artikelbild
    foto: apa/dpa/baum

    Martin Sonneborn, PARTEI-Chef

  • Artikelbild
    screenshot: die partei

    Die PARTEI warnt nach Aberkennung des Parteienstatus vor "iransichen Verhältnissen" und produziert bereits T-Shirts mit bewährten Slogans.

Aberkennung des Parteienstatus kleinerer Parteien könnte zu Wahlwiederholung führen

Berlin - Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat nach unterschiedlichen Angaben über die Gründe ihres Einsatzes klargestellt, dass sie ihre Wahlbeobachter nicht in erster Linie wegen der umstrittenen Nichtzulassung kleinerer Parteien nach Deutschland schickt. Zwar würden sich die Experten auch Themen wie die Nichtzulassung kleiner Parteien anschauen, sagte ein OSZE-Sprecher am Sonntag dem MDR. Dies sei aber nur im Rahmen einer üblichen Wahlbeobachtung.

Die "Financial Times Deutschland" hatte zuvor gemeldet, dass die OSZE-Wahlbeobachter die umstrittene Entscheidung des deutschen Bundeswahlausschusses prüfen wollten. Der Sprecher des OSZE-Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR), Jens-Hagen Eschenbächer, sagte dem MDR: "Deutschland ist das einzige große EU-Land, in das wir noch keine Beobachter entsandt haben bisher. Insofern haben wir uns diesmal entschieden, die Einladung anzunehmen. Das ist nichts Ungewöhnliches." Auch in Ländern wie Italien und Frankreich habe die OSZE schon Parlamentswahlen beobachtet.

"Die Partei" beschwerte sich

Eschenbächer verwies darauf, dass sich die OSZE-Experten stets mit dem "gesamten Wahlprozess" in einem Land befassten. Dazu gehörten auch Registrierungsprozesse und die Arbeit der Wahlbehörden. In diesem Zusammenhang würden sich die Experten auch Themen wie die Nichtzulassung kleiner Parteien anschauen.

Der deutsche Bundeswahlausschusses hatte am Donnerstag Beschwerden der "Grauen" und der "Partei" gegen die Nichtzulassung von Landeslisten zurückgewiesen. Vorher war beiden Organisationen bereits der Parteien-Status aberkannt worden. Auch eine Landesliste der Freien Union von Gabriele Pauli wurde nicht zugelassen.

Wahlwiederholung möglich

Die Aberkennung des Parteienstatus für die "Grauen" und die "Partei" könnte nach Auffassung des Staatsrechtlers Martin Morlok eine Wiederholung der Bundestagswahl zur Folge haben. Der Bundeswahlausschuss habe auf Grundlage falscher Annahmen entschieden, sagte Morlok dem "Spiegel. Auch der Formfehler der Freien Union hätte nachgebessert werden können, meinte Morlok. "Im Nachhinein können diese Fehler dazu führen, dass die Wahl wiederholt werden muss."

"Graue" und "Partei" forderten den deutschen Bundeswahlleiter Roderich Egeler zum Rücktritt auf.

Pauli begrüßte die Entscheidung der OSZE. "Es gibt bestimmt viel zu tun für die OSZE in Deutschland", sagte die frühere CSU-Rebellin laut "Spiegel Online" Die Beobachter könnten dann sehen, "wie hier etablierte Parteien versuchen, kleine Parteien aus dem demokratischen Entscheidungsprozess herauszuhalten." (APA/AP)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 52
1 2
Andreas Oweler
12
11.8.2009, 09:28
Wer in Deutschland ganz genau hinsieht und hinhört

der wird feststellen, dass wir langsam aber sicher entdemokratisiert werden und das Tempo der Endmündigung der Bürger nimmt rasant zu. Die Wirtschaft und die Politlobbyisten haben schon längst begonnen eine Wirtschaftsdiktatur aufzubauen und die Bürger werden mehr und mehr zu Sklaven dieses Systems erzogen. Nur die meisten wollen es mal wieder nicht sehen was gerade mit uns passiert. Und wenn sie es eines Tages sehen und schmerzlich erfahren, wird es wieder mal zu spät sein. Denn eines steckt in uns Deutschen immer noch: Gehorsam der Obrigkeit gegenüber bis zum Untergang und das wissen die da Oben nur zu gut.

-Ciac-
00
11.8.2009, 18:20

können Sie diese Wirtschaftsdiktatur etwas genauer beschreiben?

Prostetnik Vogon Jeltz
00
31.8.2009, 12:22
Wozu?



Ich empfehle die Selbsterfahrung im täglichen Leben...

Einfach Radio/TV aufdrehen oder auf die Straße/in den Supermarkt/an den Arbeitsplatz gehen und im Gegensatz zu sonst nachdenken, WARUM das alles so ist, wie du es seit Jahren/Jahrzehnten völlig selbstverständlich hinnimmst.

Dein Leben wird fortan TOTAL anders sein, weil du ab sofort ein neues Weltbild haben wirst!


Also nichts für sensible oder sicherheitsbedürftige Naturen - deshalb tut's auch fast keiner... und es bleibt alles wie gehabt.


D-AUT 0-0 nach 30 j
00
11.8.2009, 14:50
im kern nicht falsch,aber doch übertrieben und sehr reisserisch formuliert

noobsstinken
00
11.8.2009, 10:45
Die Menschheit ist schon seit mindestens 3,5 Tausend Jahre die Sklaven des Systems der Globalisierer.

Allerdings erst dank dem neuem technischen Zeitalter (ab den 1960'gern) haben die Menschen auch langsam angefangen zu verstehen das die Sklaven des Systems sind. Der beste Sklave ist der, der nicht versteht das er ein Sklave ist und seine unsichtbaren Ketten genießt. Aber was vorbei ist, ist vorbei! Wahlboykott!

T.h. omas
00
12.8.2009, 19:38
Boykott bringt nix, aber mal gar nix.

Ungültig wählen dagegen ist wenigstens eine Aussage. Ausserdem schlägt es sich in niedrigeren Prozenten für die gewählten nieder und in weniger Wahlkampfkostenerstattung.
Ungültige Stimmen werden gezählt.....

Karl Gross
40
11.8.2009, 07:59
Man kann den deutschen freunden

ohnehin nur einen tipp zur wahl geben:
wählt horst schlämmer. Namhafte unterstützer von iris berben bis bully herbig können nicht irren:
http://www.waehle-schlaemmer.de/

Arnold Hau
02
11.8.2009, 00:31
Die von der Titanic sind einfach Profis

Da merkt man jahrelange Medienerfahrung. Gebt den Medien Futter...

jps1032
32
10.8.2009, 18:23
Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art in Deutschland - Merkel persönlich verantwortlich

Seit 2005 täuscht die Merkel darüber hinweg, dass die Verletzung von Bürgerrechten schwerster Art - tagtäglich - unverändert fortgesetzt wird. Seit 2005 hintertreibt die Merkel eine Strafverfolgung der dafür verantwortlichen Rechtsbrecher. Noch schlimmer: Die Merkel deckt die Rechtsbrecher, damit diese die Bürger- und Menschenrechtsverletzungen schwerster Art weiterhin ungestört fortsetzen können. Die Situation der Menschenrechte hat sich seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2005 - nicht zuletzt durch das BKA-Gesetz 2009 - drastisch verschlechtert.
Die Aufgabe der OSZE besteht darin, bei berechtigten Zweifeln an der Einhaltung rechtsstaatlicher Standards die Durchführung demokratischer Wahlen abzusichern. OSZE überwacht Wahlen in D 2009.

Bürger Europas
23
10.8.2009, 20:49
Welch gehaltloses Geschwalle...

-

Drew R. Man
01
10.8.2009, 14:43
ach ja, die herrschaften von der titanic.

immer wieder genial...

Placebo
 
01
10.8.2009, 11:45
"wie hier etablierte Parteien versuchen, kleine Parteien aus dem demokratischen Entscheidungsprozess herauszuhalten."

In Österreich siehts nicht besser aus.

Ja wenn das so ist - dann Prost!
 
51
10.8.2009, 13:38
Wir haben eine starke FPÖ als Kontrollinstanz.

Wenn SPÖ und ÖVP es sich zu gemütlich machen, legen die Blauen sofort zu. In D ist der Abstand größer.

Prostetnik Vogon Jeltz
00
31.8.2009, 12:37
Schwerer Irrtum.


Das was die FPÖ in Österreich ist wurde in D schon von Beginn an in CSU/CDU integriert.


Weitere Unterschiede:

- Die FDP ist LIBERAL anstatt vertrottelt.

- Sie wurde NICHT von ex-SS-Offizieren gegründet, sondern teils von im 3.Reich verfolgten Personen.

- Führende FDP-Politiker der ersten Stunde waren NICHT zu Haftstrafen wegen ihrer Nazi-Vergangenheit verurteilt.


Es ist also schwer daneben, FDP und FPÖ als politisch ähnlich gelagert zu sehen, gell.



D-AUT 0-0 nach 30 j
00
11.8.2009, 14:52

die fdp wird bei der btw nicht sehr weit hinter der spd landen.tipp:spd 24 fdp 15

Jürgen Rembremerding
10
11.8.2009, 12:58
"Kontrollinstanz"

Alkoholkontrollen?

uncle_sam
01
11.8.2009, 10:15
die ...

... fpö bedient maximal den minderwertigkeitskomplex ihrer wähler!

Placebo
 
03
10.8.2009, 14:17
Kontrollinstanz. Ach was tun die Blauen denn schon ausser zu maulen? Sie machen es nur schlimmer.

Es ist eher die Pattstellung durch ÖVP und FPÖ, die alles blockiert.

diffschok
 
00
10.8.2009, 04:35
Aufzeichnung der Wahlausschussitzung

Wer Zeit hat, kann sich auch die Aufnahme der ganzen Sitzung des Bundeswahlausschusses anschauen, in dem die Parteien als Partei anerkannt werden (die Wahlzulassung erfolgt dann durch die Landeswahlleiter, wenn genug Unterschriften eingereicht wurden). Da sieht man auch, nach welchen Kriterien der Parteienstatus beurteilt wird und wie das in der Praxis abläuft:

http://www.bundestag.de/aktuell/t... chuss.html

Odo
00
10.8.2009, 03:02
"Die Aberkennung des Parteienstatus für die Grauen und die Partei könnte nach Auffassung des Staatsrechtlers Martin Morlok eine Wiederholung der Bundestagswahl zur Folge haben."

Das könnte aber allenfalls dann der Fall sein, wenn die Wahl sehr knapp ausgehen würde, wenn also der Abstand zwischen den Fraktionen, die nach der Wahl die Regierungskoalition und die Opposition bilden nur 1 oder 2 Mandate wäre.

Ansonsten würde das Bundesverfassungsgericht, wenn es denn überhaupt einen Gesetzesverstoß feststellen würde, letzteren zwar rügen und Vorgaben an den Bundeswahlleiter und den Bundeswahlausschuss machen, um künftig solche Verstöße zu vermeiden. Eine Wiederholung der Wahl würde das Gericht aber sicherlich nicht anordnen, da die Nichtteilnahme der im Artikel genannten Splitterparteien keinen entscheidenden Einfluss auf den Wahlausgang und die Regierungsbildung gehabt hätte.

JonBut
00
10.8.2009, 14:42

1) Sie meinen im letzten Satz wohl die Teilnahme.
2) JEIN, hängt davon ab, wer, wo, mit wievielen Kandidaten antritt. Wenn eine Partei überall mit genügend Kandidaten antreten würde (ist eine Frage der Beweiswürdigung, zumal ggf Listen dazu fehlen würden), dann bleibt dem Gericht, bei positivem Urteil, nichts anderes als die Wahl zu annulieren.
IMHO werden die Splitterparteien heute schon fleissig Beweise, sprich Namen, Erklärugen sammeln, damit sie für das Gefecht gewappnet sind.

Ar Mutschgerl
10
Sonneborn erinnert mich auf diesem Foto an

Schill.
icht schmeichelhaft.

JBird
 
011

Dazu der Kommentar auf der Website vom Titanic-Magazin:

* Nach der Nichtzulassung der PARTEI will die OSZE nun internationale Beobachter zur Bundestagswahl entsenden; N-TV, Financial Times Deutschland, Süddeutsche, Spiegel online und das Hamburger Abendblatt berichten. Der PARTEI-Vorstand: "Das haben wir nicht gewollt. Wir wollten Blauhelme!"
* Die iranische Nachrichtenagentur IRNA sorgt sich um den Stand der Demokratie in Deutschland.

http://www.titanic-magazin.de/news.html... f9912e2709

unknownID01
00
... Unterschriften!!

Liebe Leute!

Speziell die "Freie Union" (gegr. u.a. durch Gabriele Pauli) ist durch den Bundeswahlausschuss in Dt. zwar als politische Partei anerkannt, hat aber einfach nicht die notwendigen Unterstützungserkärungen in allen dt. Bundesländern erhalten und darf somit eben NICHT als wahlwerbende Partei zur Bundestagswahl antreten. Sehr wohl jedoch zur Landtagswahl in Brandenburg. (siehe Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Gabr... eie_Union)

Die Nicht-Zulassung hat sicher nichts mit Demokratiedefizit zu tun, sondern ist einfach eine Frage der Sinnhaftigkeit. Gerade Unterstützungserklärungen - eine einfache Unterschrift - ist doch der beste "Test" für eine Partei.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 52
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.