Mehr als 40 Tote in Ostasien

10. August 2009, 12:05
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Zahl der Toten durch Sturm "Morakot" in Taiwan auf 23 gestiegen - Hunderte Menschen nach Erdrutsch vermisst - 13 Tote in Japan, 6 in China

Taipeh - Durch schwere Stürme sind in Ostasien mehr als 40 Menschen getötet worden. Allein in Taiwan stieg die Zahl der Todesopfer durch den Taifun "Morakot" am Montag auf mindestens 23, im Süden der Insel wurden zudem hunderte Bewohner eines entlegenen Dorfes nach Erdrutschen vermisst. In Japan starben beim Durchzug eines weiteren Taifuns mindestens 13 Menschen.

23 Tote in Taiwan

Am heftigsten wurde Taiwan von "Morakot" getroffen. Beim schlimmsten Sturm auf der Insel seit einem halben Jahrhundert starben mindestens 23 Menschen, 56 weitere wurden vermisst gemeldet. Etwa 1.200 Soldaten waren im Einsatz, um zehntausende von dem Taifun betroffene Menschen vor allem im Zentrum und im Süden der Insel zu versorgen. Durch den Sturm wurden Häuser und Brücken zum Einsturz gebracht. Noch nicht in der Vermisstenstatistik sind hunderte Menschen, die Medienberichten zufolge in der abgelegenen Ortschaft Hsiaolin im Süden von Erdmassen begraben wurden.

Ein Rettungshelfer, der per Helikopter nach Hsiaolin entsandt wurde, berichtete: "Das Dorf war weg, nicht einmal Dächer waren mehr zu sehen", sagte er. Der Berg, in dessen Nähe der Ort errichtet wurde, sei wie platt gewalzt gewesen. 45 Dorfbewohner wurden den Rettungskräften zufolge in Sicherheit gebracht. Einer der Geretteten berichtete unter Tränen, sein Heim und die gesamte Nachbarschaft seien von Schlammmassen bedeckt, bis zu 600 Menschen seien lebendig begraben worden. Die Rettungskräfte bezeichneten diese Zahl als übertrieben. In Chungpu wurden drei Menschen lebendig von Schlamm begraben, ein Mann konnte später lebend geborgen werden.

Sechs Tote in China

Auch in China richtete der Taifun schwere Verwüstungen an, nach Behördenangaben starben mindestens sechs Menschen, drei weitere waren vermisst gemeldet. Besonders hart getroffen wurden die Küstenprovinzen Fujian, Zhejiang und Jiangxi. In den betroffenen Regionen mussten 1,4 Millionen Menschen ihre Häuser verlassen; mindestens 6.000 Häuser wurden zerstört. Bei seinem Zug über das chinesische Festland schwächte sich "Morakot" weiter ab. In der Metropole Shanghai wurden dennoch heftige Niederschläge erwartet.

In Japan sorgte derweil der Taifun "Etau" für Chaos, mindestens 13 Menschen kamen ums Leben. Wie die Polizei mitteilte, war die Präfektur Hyogo auf der japanischen Hauptinsel Honshu am stärksten betroffen. Nach örtlichen Behördenangaben wurden bei dem Unwetter rund 480 Häuser überschwemmt, mehr als 2.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Inlandsflüge wurden abgesagt, auch der Zugverkehr war auf einigen Linien unterbrochen. (APA)

 

 

  • Das Hotel kippt und fällt in den Fluss: Beim Einsturz des
sechsstöckigen Gebäudes im Bezirk Taitung in Taiwan wurde niemand
verletzt.

    Das Hotel kippt und fällt in den Fluss: Beim Einsturz des sechsstöckigen Gebäudes im Bezirk Taitung in Taiwan wurde niemand verletzt.

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