ETA bekennt sich zu Anschlägen im Juli

9. August 2009, 08:29
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Schreiben an die baskische Zeitung "Gara" - Auch das Attentat in Burgos geht auf das Konto der Terrororganisation

Madrid - Die baskische Terrororganisation ETA hat sich in einem Kommunique zu mehreren Attentaten im Juni und Juli bekannt. In dem in der baskischen Zeitung "Gara" am Sonntag in der Früh veröffentlichten Schreiben bekennt sich ETA zum Anschlag vom 30. Juli auf der Ferieninsel Mallorca, bei dem zwei Angehörige der Polizeitruppe Guardia Civil starben.

Auch für Burgos-Attentat verantwortlich

Auch das Sprengstoffattentat auf eine Kaserne der Guardia Civil in der nordspanischen Stadt Burgos am 29. Juli, bei dem 65 Menschen leicht verletzt worden waren, ist demnach von der Separatistenorganisation verübt worden. Zu den aufgelisteten Terrorakten zählt auch ein Anschlag, der am 19. Juni einen Inspektor in Arrigorriaga im Baskenland das Leben kostete.

"Repression" durch spanische Behörden ist "nutzlos"

Die jüngsten Anschläge hätten gezeigt, dass die "Repression" der ETA durch die spanischen Behörden "nutzlos" sei, heißt es in dem Schreiben. So brüstet sich die Terrororganisation damit, dass der Anschlag in Burgos mit einem seit Monaten landesweit gesuchten Kleinlaster verübt wurde. Trotzdem sei das Fahrzeug, "das einen halben Tag lang mit Sprengstoff gefüllt auf dem Parkplatz der größten Guardia-Civil-Kaserne im Umfeld des Baskenlandes geparkt war", niemandem aufgefallen.

Demokratischen Prozess einleiten

In dem Kommunique betont die Terrororganisation, dass sie niemandem etwas aufzwingen wolle, sondern lediglich einen demokratischen Prozess einleiten, "der die Unterdrückung des Baskenlandes überwindet". Auf die Waffengewalt des spanischen Staates antworte man eben mit Waffen. ETA setze sich aber schon seit Jahrzehnten für eine politische Lösung des Konflikts im Wege eines Dialogs ein, wobei alle politische Projekte "auf demokratische Art und Weise" umsetzbar sein sollen, heißt es in Anspielung auf die von Madrid unterbundenen Unabhängigkeitsbestrebungen im Baskenland. (APA/dpa)

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