Washington schiebt Imam ab

8. August 2009, 23:04
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Jemenit wegen Terrorismus zu 75 Jahren Haft verurteilt

New York - Die USA haben einen wegen Unterstützung terroristischer Aktivitäten ursprünglich zu 75 Jahren Haft verurteilten islamischen Geistlichen in sein Heimatland Jemen ausgewiesen. Wie am Samstag bekannt wurde, reduzierte ein US-Gericht die Haftstrafe des 60-jährigen Mohammed Ali Hassan al-Moayad auf die bereits abgesessene Zeit und ordnete die sofortige Abschiebung des schwerkranken Predigers an. Auch sein in erster Instanz zu langjähriger Haft verurteilter 34-jähriger Leibwächter Mohammed Zayed wurde entlassen und abgeschoben.

Ein US-Berufungsgericht hatte im Oktober die Urteile gegen beide Männer in erster Instanz für nichtig erklärt. In dem ersten Prozess 2005 waren al-Moayad und Zayed schuldig befunden worden, dem Terroristenführer Osama bin Laden vor den Anschlägen vom 11. September 2001 einen Geldbetrag von 20 Millionen Dollar übergeben zu haben. Das Berufungsgericht befand jedoch den von dem damaligen US-Chefankläger John Ashcroft vorgebrachten Informanten für diese Anschuldigung als nicht glaubwürdig.

Gestanden hatten beide Männer allerdings die Unterstützung einer Terrororganisation im Ausland - der palästinensischen Hamas. Für dieses Vergehen wurde ihnen nun die schon abgesessene Haftzeit angerechnet. Al-Moayad und Zayed waren 2003 in Frankfurt am Main festgenommen und in die USA gebracht worden. (APA)

 

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