Zusammenarbeit mit CIA bei Angriff

8. August 2009, 10:59
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Entscheidender Hinweis kam angeblich vom ISI

Islamabad - Pakistan hat bei dem angeblichen tödlichen US-Angriff auf den Islamisten-Führer Baitullah Mehsud laut Angaben des Geheimdienstes ISI mit dem US-Geheimdienst CIA kooperiert. Der US-Raketenangriff sei auf einen entscheidenden Hinweis aus Pakistan zurückgegangen, erklärten am Samstag zwei Mitarbeiter des pakistanischen Geheimdienstes, die nicht namentlich genannt werden wollten. Damit wird trotz offizieller Proteste gegen US-Angriffe eine Zusammenarbeit zwischen Islamabad und Washington bei Angriffen auf pakistanischem Boden offenkundig.

Pakistan verurteilt US-Drohnenangriffe regelmäßig als Verletzung seiner territorialen Souveränität. Im Fall von Mehsud meldete der pakistanische Geheimdienst nach Angaben der Mitarbeiter den Amerikanern, dass sich der gesuchte Talibanführer im Anwesen seines Schwiegervaters aufhielt.

Nach Erkenntnissen von westlichen Diplomaten in Islamabad ist der mächtige Geheimdienst ISI, der in den neunziger Jahren die Taliban-Machtergreifung in Afghanistan ermöglicht hatte, stark von Islamisten unterwandert. Jede pakistanische Regierung besitze gegenüber der ISI-Führung nur einen eingeschränkten Manöverspielraum. Vom ISI war Baitullah Mehsud auch für den Mord an der Oppositionsführerin und Ex-Premierministerin Benazir Bhutto verantwortlich gemacht worden, den deren Anhängerschaft dagegen dem damaligen Staatschef Pervez Musharraf angelastet hatte. (APA/AP/AFP)

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