Filmregisseur John Hughes 1950–2009

7. August 2009, 20:20
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Der Schöpfer kluger Unterhaltungsfilme war eine Schlüsselfigur des US-Teenager-Kinos der 80er Jahre

New York - John Hughes, am 18. Februar 1950 in Lansing, Michigan, geboren, stieß in den späten 70er-Jahren zum Satire-Magazin National Lampoon. Dort noch primär für die gute Unterhaltung kindischer Erwachsener zuständig - etwa als Autor mehrerer National Lampoon-Kinofilme mit Chevy Chase und Beverly D'Angelo -, wechselte er mit seinem Regiedebüt Sixteen Candles 1984 in jenes Genre, das er entscheidend prägen sollte:

Hughes schrieb beziehungsweise inszenierte in den nächsten drei Jahren mit The Breakfast Club, L.I.S.A./Weird Science, Pretty in Pink, Ferris macht blau und Some Kind of Wonderful Filme, die dem Begriff Teen Movie seinen abwertenden Beigeschmack nahmen.

Im Verein mit Jungschauspielern wie Matthew Broderick, Emilio Estevez, Anthony Michael Hall, Molly Ringwald oder Ally Sheedy machte er Melancholiker, Wohlstands­verwahrloste, Nerds und andere Highschool-Außenseiter zu Kinohelden in Pop-affinen, klugen Unterhaltungsfilmen.

Die Teenager im Kinosaal wussten das zu würdigen, Hughes größter Kassenerfolg wurde allerdings 1990 Kevin - Allein zu Haus. Bereits während der 90er zog er sich allmählich aus dem Filmgeschäft zurück. Am Donnerstag starb Hughes, der seit 1970 verheiratet war und zwei Söhne hat, 59-jährig in New York an einem Herzinfarkt. (Isabella Reicher / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8./9.8.2009)

Zum Nachlesen: Agenturmeldung mit Postings

 

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    John Hughes,
    1984 vorm prototypischen Highschool-Spind.

     

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