Emotionen spielerisch managen

7. August 2009, 16:57
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Eine Übung, um Blockaden zu vermeiden - Von Jenny Simanowitz

Sich emotional auszudrücken gehört zur Natur des Menschen. Darum führen emotionale Blockaden nicht nur zu einem Mangel an Ausdruck, sondern auch zu Emotionsstau. Das verursacht Frust und Spannung, die dem eigenen Wohlgefühl sowie der Kommunikation mit anderen schaden. Positive Gefühle entstehen, wenn unser Energiehaushalt in Ordnung ist und wir die Möglichkeit haben, kleine Aggressionen, Missmut, Selbstanklagen und Fremdanklagen in humorvoller Art abzubauen. Positive Gefühle und erhöhte Leistung hängen zusammen.

Übung: Metamorphose

Diese Übung beinhaltet ein Telefongespräch mit einem bestimmten Thema, einer Termin-Vereinbarung, Beschwerden oder einer privaten Angelegenheit. Es gibt dabei zwei Ziele: Erstens werden wir darauf gestoßen, wie verschiedene Emotionen die Bedeutung und Stimmung eines Gesprächs steuern. Zweitens sollten wir nicht nur auf die Stimmung unserer Gesprächspartner eingehen, sondern auch erkennen, dass wir uns nicht unbedingt davon beeinflussen lassen, vor allem wenn es eine negative Stimmung ist.

Material

"Stimmungskarten", auf denen eine einzige starke Emotion steht (traurig, begeistert, ängstlich, verführerisch, erstaunt, fröhlich ...). Die Teilnehmer bilden Paare und setzen sich Rücken an Rücken. Das Telefongespräch läuft normal an. Nach etwa 20 Sekunden sagt die Spielleitung „Stopp". Jede Person bekommt eine bestimmte starke Emotion (z. B. der Anrufer ist wütend, der Angerufene ist fröhlich) zugewiesen (von der Spielleitung oder von einer Stimmungskarte). Die Gespräche gehen weiter. Nach etwa 30 Sekunden werden sie nochmals unterbrochen und die Partner tauschen die ihnen zugeteilten Emotionen. Die Emotionen müssen nicht "kompatibel" sein. Die Kombinationen können ruhig absurd sein, so macht es noch mehr Spaß! (Jenny Simanowitz/DER STANDARD; Printausgabe, 8.8./9.8.2009)

Jenny Simanowitz ist Trainerin.

Link
www.happybusiness.at

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