derStandard.at-Interview

"Wer das Herz der ÖVP studieren will, muss nach Vorarlberg gehen"

11. August 2009, 08:01
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    "Ich glaube, dass das politische Selbstverständnis der herrschenden ÖVP ein prä-demokratisches ist. Wer das Herz der ÖVP studieren will, der muss nach Vorarlberg gehen."

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    "Ernsthaft erwartet von Strache oder von Dieter Egger in Vorarlberg niemand, dass der irgendetwas besser machen kann, sondern dass er etwas heimzahlt. Und um etwas heimzuzahlen muss ich ja nichts können."

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    "Ein so zerfahrener ins Eck getriebener Konflikt wie zwischen Israel und Palästina kann auf der immer gleichen Ebene nicht gelöst werden, sondern muss auf eine höhere Kategorie gehoben werde. Eine höhere Kategorie wäre ein selbstbewusstes, traditionsbewusstes Europa."

Die Vorarlberger ÖVP sieht Oppositionspolitik als eine Merkwürdigkeit an, sagt Michael Köhlmeier - Der Schrifsteller über die FPÖ, Israel und den Untertanenstaat Österreich

"Ernsthaft erwartet von Strache oder von Dieter Egger in Vorarlberg niemand, dass sie irgendetwas besser machen können, sondern dass sie etwas heimzahlen", sagt der Schriftsteller Michael Köhlmeier zum Grund, warum viele Menschen die FPÖ wählen. Für Köhlmeier ist ganz klar: Die Vorarlberger haben einen Minderwertigkeitskomplex. Er attestiert der Ländle-Politik ein "prä-demokratisches Selbstverständnis". Dass die ÖVP bei den Landtagswahlen am 20. September abgelöst wird, schließt er aus: "Da halte ich es eher für möglich, dass ein Ufo landet." Warum er nicht ganz Vorarlberg als seine Heimat sieht und warum er Israel und Palästina in die EU aufnehmen würde, sagte er im Gespräch mit Marijana Miljkovic und Sebstian Pumberger.

***

derStandard.at: Haben die Vorarlberger einen Minderwertigkeitskomplex?

Köhlmeier: Ja. Wie überall, wo der Zentralismus herrscht, wenn man an der Peripherie ist. Der Minderwertigkeitskomplex der Peripherie ist einer, der sehr schnell, sprungartig, in Größenwahn kippt. Jetzt ist es vielleicht nicht mehr so sehr der Fall, wie das war, als ich noch jung war. Heute ist jeder irgendwann einmal irgendwo anders gewesen. Da relativiert sich das natürlich.

derStandard.at: Wie drückt sich der Komplex politisch aus?

Köhlmeier: Man meint, dass die Wiener - der Begriff Wiener Wasserkopf ist so ein typisches Vorurteil - uns mehr nehmen als geben. Und dass die guten Sachen immer dünner gesät sind, je weiter sie vom Zentrum weg sind.

derStandard.at: Was ist denn das politische Selbstverständnis eines Vorarlbergers?

Köhlmeier: Wenn ich eine pauschalierende Antwort gebe, baue ich wieder ein Vorurteil auf und das möchte ich nicht. Lassen Sie mich die Frage anders beantworten: Was ist das politische Selbstverständnis des Landeshauptmanns? Ich glaube, dass das politische Selbstverständnis der herrschenden ÖVP ein prä-demokratisches ist. Wer das Herz der ÖVP studieren will, der muss nach Vorarlberg gehen oder nach Döbling. In Vorarlberg sieht man es in einer reinen, ländlich-bäuerlichen Tradition stehend. Die Sozialdemokraten haben es hier immer schwer gehabt. Ich weiß nicht, ob Sie das wissen, aber der erste Sozialdemokrat in Vorarlberg hieß Coufal (gesprochen wie „Zufall", gemeint ist Johann Coufal, Anm.) und das ist kein Scherz.

derStandard.at: Wie sieht dieses Prä-Demokratische aus?

Köhlmeier: Ich kenne den Landeshauptmann, er ist ein anständiger und umgänglicher Mensch. Aber im Grunde genommen sieht er Oppositionspolitik als eine Mutwilligkeit. Demokratische Gepflogenheiten - dass es klar ist, dass die Opposition eine Gegenmeinung einnimmt, dass Politik aus dem Dialog oder dem Streitdialog zwischen Opposition und Regierungspartei entsteht - gelten bei den schon seit ewigen Zeiten in Vorarlberg herrschenden Schwarzen als merkwürdig. Die ÖVP ist zum Beispiel ohne jede Notwendigkeit - weil sie ja die absolute Mehrheit hätte - in einer Koalition mit der FPÖ. Das wird von vielen Leuten in Vorarlberg als „Wir können gut zusammenarbeiten" empfunden. Aber da muss man sehen, welche Vorstellung von Zusammenarbeit da herrscht: Eben eine prä-parlamentarische. Parlare, das Reden, das Oppositionelle und Gegenseitige, das ist diesem Gedanken eigentlich fremd. Da steckt die alte Vorstellung von einem Ständestaat dahinter.

derStandard.at: Sie schließen aus, dass es in nächster Zukunft einen Sturz der ÖVP geben wird?

Köhlmeier: Es kann sein, dass sie nicht mehr die Absolute hat. Aber dass es einen Sturz gibt, wird vollkommen ausgeschlossen. Da halte ich es eher für möglich, dass ein Ufo landet.

derStandard.at: Die FPÖ wäre wahrscheinlich diejenige Partei, die der ÖVP die Absolute kosten könnte?

Köhlmeier: Das kann sein. Die FPÖ gewinnt dazu und keiner weiß eigentlich wirklich, warum.

derStandard.at: Die Blauen machen Politik mit Ängsten und haben Erfolg damit, heißt es.

Köhlmeier: Das glaube ich nicht. Das wird schon bedient, aber eher mit Rache. Ich glaube, dass es wirklich niemanden gibt, der glaubt, dass die FPÖ, wenn sie ans Ruder kämen, irgendetwas besser machen können. Sie haben einen stabilen Nachweis erbracht, dass sie es nicht können. Das hat aber nichts an der Attraktivität der FPÖ geändert.

derStandard.at: An wem rächt man sich da?

Köhlmeier: Da gibt es so viel. Irgendwie empfinden viele ein Unbehagen und eine Frustration. Und es gibt wenige Leute, die meine nicht gerächte Sache rächen. Ernsthaft erwartet von Strache oder von Dieter Egger in Vorarlberg niemand, dass der irgendetwas besser machen kann, sondern dass er etwas heimzahlt. Und um etwas heimzuzahlen muss ich ja nichts können. Um ein Haus zu bauen, muss ich was können. Um es zu zerstören kann ich anfangen, wo ich will. Ich kann beginnen, die Scheiben einzuschlagen, ich brauche nicht einmal einen Plan. Natürlich gibt es ängstliche Leute. Ich weiß nicht, wie das in Wien ist, aber ich glaube nicht, dass die Leute in Vorarlberg Angst haben. Nicht einmal Angst vor der wirtschaftlichen Situation. Das würde ihrem Konsumverhalten und der Art, wie sie leben, vollkommen widersprechen. Der Vorarlberger FPÖler Dieter Egger hat übrigens das Böseste gesagt, was ich aus dieser Ecke gehört habe. Er sagte, es solle endlich Schluss sein damit, dass Leuten, die ins Krankenhaus kommen, ein Dolmetscher beigestellt wird. Da muss man sich vorstellen, wie viele Leute das sind und wie viel das tatsächlich kostet. Das ist eine Inhumanität, die ihres gleichen sucht.

derStandard.at: Und damit hat er wohl nicht die Touristen gemeint. Sehen sie einen Unterschied zwischen Landes- und Bundes-FPÖ?

Köhlmeier: Ja, den sehe ich schon. Die Bundes-FPÖ entwickelt sich unter Strache, Mölzer und Graf zu einer wirklich rechtsradikalen Partei. Einer rechtsradikalen Partei, die auch das Andenken an den Nationalsozialismus weichzeichnen möchte. Das sehe ich in Vorarlberg nicht. Die Vorarlberger FPÖ ist eine opportunistische Partei. Ganz typisch war: Nach der Spaltung der FPÖ hat die Vorarlberger FPÖ lange Zeit abgewartet und es hat zu nächst geheißen: Wir gehen einen eigenen Weg. Das hat aber geheißen: Wir schauen zu, wer der Sieger sein wird und auf dessen Seite schlagen wir uns.

derStandard.at: Im Parlament sitzt ein strafrechtlich verurteilter Mandatar. Es gibt dann auch noch einen Nationalratspräsidenten, der Bedenkliches äußert, einen Bundeskanzler, der mit einer Zeitung packelt, eine Innenministerin, die einen harten Kurs in Asylfragen fährt. Welches Bild haben Sie von den Regierenden?

Köhlmeier: Ich würde gerne sagen, ich habe ein schlechtes Bild, aber ich weiß, dass das eine sehr gefährliche Aussage ist. Weil es genau in diese Richtung geht, dass am Ende der Satz dasteht: Es ist alles ein Sauhaufen. Auf was beruht so eine Einschätzung? Das beruht doch darauf, dass man davon ausgeht, dass Politiker besser sein müssen als irgendjemand anderes. Ich empfand immer ein Unbehagen, wenn ein neuer Politiker auftaucht und er gefragt wird: Was befähigt Sie zu diesem Posten? Für einen Republikaner und Demokraten kann es nur eine Antwort geben: Ich bin volljährig, mein Leumund ist so und so, und ich bin nicht entmündigt. Und andere Voraussetzungen gibt es nicht in der Demokratie. Die Vorstellung, es müsste doch andere Voraussetzungen geben ist keine demokratische, sondern eine aristokratische.

derStandard.at: Was ist Heimat für Sie?

Köhlmeier: Ich habe dazu keinen Begriff, außer dass ich Heimat auf den Ort beziehe, wo ich lebe, auf dieses Gebiet, wo ich die Leute kenne, wo ich die Straßen kenne, wo ich die Bäume kenne und den Bach kenne. Ich habe aber zum Beispiel dem Montafon gegenüber überhaupt keine Heimatgefühle, da habe ich Wien gegenüber viel mehr Heimatgefühle. Ein Heimatgefühl, das an den Grenzen Vorarlbergs oder Österreichs entlang kriecht, das habe ich sicher nicht.

derStandard.at: Apropos Grenzen: Sie haben auch gefordert, dass Israel und Palästina in die EU aufgenommen werden.

Köhlmeier: Erstens: Historisch gesehen sind uns Israel und Palästina bedeutend näher als zum Beispiel die Türkei. Zweitens ist Europa auf einem guten Weg eine aufgeklärte Weltmacht zu werden. In Europa ist man mit großen Vorsätzen angetreten, nur vor einer Sache sind die Europäer, auch historisch gesehen, zurückgeschreckt, nämlich vor der Macht. Europa hat sich immer dann, wenn es in ihrem eigenen Bereichein einen Konflikt gegeben hat, wie damals in Jugoslawien, zurückgezogen. Ich meine nicht, dass man gleich militärisch eingreifen muss, aber man hat sich rausgehalten und das den Amerikanern überlassen. Dieser Konflikt zwischen Israel und Palästina hält die ganze Weltpolitik nicht nur in Atem sondern in einer Pattstellung. Ich glaube, Europa könnte hier eine neue und andere Idee einbringen, die das vielleicht befriedet. Ein so zerfahrener, ins Eck getriebener Konflikt wie zwischen Israel und Palästina, kann auf der immer gleichen Ebene nicht gelöst werden, sondern muss auf eine höhere Kategorie gehoben werde. Eine höhere Kategorie wäre ein selbstbewusstes, traditionsbewusstes Europa.

derStandard.at: Oft wird die EU nicht als Hoffnung sondern als Last angesehen.

Köhlmeier: Bis jetzt müsste jeder halbwegs klare Blick sagen, dass wir in Österreich von der EU mehr profitiert haben, als wir es uns erhofft haben. Die EU hat den Status eines großen Übervaters. Es ist immer gut, wenn man jede kleinste Kleinigkeit, auch wenn es die persönlichsten Frustrationen sind, an jemanden delegieren kann. Das ist in Deutschland nicht so. Wir sind ein Untertanenstaat. Die Untertanen hocken beieinander und schimpfen über den Chef und wenn er reinkommt ziehen sie den Hut und machen einen besonders schönen tiefen Bückling vor ihm. Das ist extrem lächerlich. Es wäre in Deutschland nicht vorstellbar vom Bundespräsident als "Unser Herr Bundespräsident" zu reden. Nicht weil sie unhöflicher sind. In Österreich gibt es ja auch die berühmte Abkürzung dafür: UHBP. Das ist prädemokratisch. (Marijana Miljkovic, Sebastian Pumberger, derStandard.at, 11. August 2009)

Zur Person: Der Schriftsteller Michael Köhlemier, 59, wurde in Hard in Vorarlberg geboren. Er lebt in Hohenems und in Wien. Derzeit arbeitet er an einer neuen Publikation, einer Liebesgeschichte.

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Posting 1 bis 25 von 406
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Harry Meier
 
01
17.8.2009, 08:53
Ich bin schon der Meinung, daß die ÖVP in Vorarlberg

.. recht gute Arbeit macht aber das der Landeshauptmann anständig sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Obwohl die ÖVP die absolute Mehrheit besitzt ist sie in einer Koalition mit einer Partei (FPÖ) deren Vorsitzender einst die Arbeitsmarktpolitik des III. Reiches lobte, die Gesinnung von SS Veteranen als "anständig" bezeichnete, KZs als Straflager verharmloste und auch sonst viel im braunen Dreck herumgewühlt hat. Ich kann mich ned erinnern, daß die Vorarlberger FPÖler sich damals von den Aussagen ihres Parteivorsitzenden distanzierten. Womit der Landeshauptmann ja indirekt durch die unnötige FPÖ
Regierungsbeteiligung diese Aussagen toleriert hat.

Mit "anständig" hat das nichts mehr zu tun.

Walter Bimini
11
16.8.2009, 19:17
das herz der spö studiert man dafür am besten im mafiösen wien.

Harry Meier
 
00
17.8.2009, 08:48
Das Mafiatum hat sich mittlerweile mehr in Richtung

.. Kärnten verlagert, wo BZÖ nahe Steuerberater für 2 Monate Arbeit 6 Millionen Euro zugeschanzt bekommen. (Sind ja nur läppische 88 Millionen Schilling).

Walter Bimini
10
17.8.2009, 09:41
sie sind entweder blind und taub oder sie wohnen nicht in wien.

Christian Schwarz6
 
00
13.8.2009, 21:45
DAS SCHWARZE HERZ

Father in Motherboard
13
13.8.2009, 21:15
ich bin grade dabei die ÖVP zu studieren

und mir wachsen am rücken schon borsten - vor schauer.

der kleine mann muß für 1150 schweißtreibend arbeiten und anständig dafür noch danke sagen
während supergscheite effen dann antworten - hätt´s halt was gscheites glernt
du wenn ich einen onkel in NÖ hätt, hätt ich auch nix lernen brauche.
so denn salat haben wir jetzt ja täglich

die ÖVP ist eine bremserpartei, eine verzögerungspartei - unfähig zu handeln, wenns drauf ankommt - einzige ausnahmen banken und bauernmafia die bekommen immer geld.
ÖVP sympatisanten können die worte "zum wohle für den bürger" kaum aussprechen.
die wichtigste lieblings beschäftigung der ÖVP ist schwarze koffer auszutauschen oder selbige an wichtige positionen zu hieven.
ÖVP sucks !!

derjungeroemer
00
13.8.2009, 17:48
diesbezüglich irrt er sich

ich bin skeptisch, ob sich das herz der övp in vorarlberg zeigt, eher zeigt sich in vorarlberg das herz des voralrbergers an sich.
ganz sicher bin ich mir aber, dass sich das herz der övp nicht in wien zeigt.
100 zu 1.

Franz Klug
00
13.8.2009, 01:58
"Wer das Herz der ÖVP studieren will, muss nach Vorarlberg gehen

oder nach Döbling" sagt Köhlmeier. Warum verschweigt die Standardredaktion in der Überschrift Döbling? Soll vielleicht niemand nach Döbling gehen um in Wien das Herz der ÖVP zu studieren?

anti-kronenzeitung
12
12.8.2009, 07:42

is voll zum verstehen, dass sich die gsiberger über den wiener wasserkopf aufregen. die haben den einzigen landeshauptmann, der etwas zu wege bringt, während die anderen LHs und die bundesregierung reformscheu zum quadrat sind...

Urbin
10
12.8.2009, 23:12
Respekt

Ich vermute, dass sich die Vorarlberger von österreichweiten Trends nicht so leicht blenden lassen. Das imponiert mir. Weiter so!

franz s.
03
12.8.2009, 14:28
was "zu Wege" gebracht?

durch welche Leistungen ist der Herr LH Sausgruber aufgefallen?
Mir fällt da leider nichts ein!

anti-kronenzeitung
11
13.8.2009, 07:53

der sausgruber is einer der wenigen politiker, die einen reformschritt gewagt haben, wo die (kosten-)vorteile erst 10 jahre später zu tage treten - neue entlohnungsschema der landesbedientsteten.

jimmydean
14
12.8.2009, 06:15
der köhlmeier hat da wohl ein literaturzitat versucht

"heart of darkness" von joseph conrad... mit sausgruber in der brando-rolle.. ansonsten wüsste ich nicht wo es bei der övp ein herz geben sollte, das ist irgendwann in der busek-ära abhanden gekommen... siehe auch: "das kalte herz" von hauff...

Peitschenknaller2009
03
12.8.2009, 06:03
Die Auswirkung des ÖVP Herzens treffen uns im Osten voll

In Vorarlberg, wo ich mich immer wohlfühlte ist eine andere ÖVP beheimatetet.
Zwar schon ewig an der Macht, trotzdem ohne Strasser/Schüssels und Matzkas Stapomethoden.

Vorarlberg hätte Arigona längst eingebürgert, Vorarlberg hätte auch die Mindestsicherung voll beschlossen.

Wer die "Gsiberger" ;) nicht mag hat eher das Problem das man FREMDES ablehnt.
Im Gegenteil, die Leute dort sind sehr freundlich -
die Jugend ist genauso dieselbe wie anderswo
und viele "flüchteten" nach Wien.

Die hatten von ihrem Heimatbundesland genauso genug wie ich als ich einst aus Graz "flüchtete"
;)

In Vorarlberg ist keine "Saualm" - ein Teil benimmt sich wie Schweizer (auch wenn man das auf beiden Seiten nicht gerne hört)...usw.usw.

anonym92
10
12.8.2009, 12:44

...Vorarlberg hätte Arigona längst eingebürgert, Vorarlberg hätte auch die Mindestsicherung voll beschlossen...

Voralrlberg dürfte echt supa sein.

fachnase
02
12.8.2009, 07:47

Kann nur zustimmen. Im Gegensatz zu Restösterreich steht auch nicht in jedem Kaff ein Kriegerdenkmal. Ich denke, die Vorarlberger sind trotz dominierender ÖVP weit weltoffener wie man ihnen zutraut (das mit Ausnahme Hohenems, wo Köhlmeier lebt; zerstrittenster Fleck, den ich kenne!)

Aber wer wußte, dass der triviale Sonnenbrillen-Hinterseer Reinhold Bilgeri -Some Girls are Ladys -bester Freund von Köhlmeier ist? Gibt mir schon zu denken!

Peitschenknaller2009
00
12.8.2009, 07:53

Mir taugt der Bilgeri, bin aber garantiert älter als du.
Hinterdings mochte ich nur als Slalomfahrer *gg*

Mein Hund, die arme Sau, heißt Hojac.
03
12.8.2009, 01:21
Wenn die V-Berger Minderwertigkeitskomplexe haben...

...was haben dann wir Kärntner?

Nicht dass ich das seltsame Volk über den Klee loben will, aber wo sollen die sich verstecken müssen? Die machen ja praktisch alles besser als die Restösterreicher. Oder kann jemand mit Negativa punkten, etwa schlecht ausgeschilderte Wanderwege oder sowas?

Helge Remsgard Remsgard
00
12.8.2009, 01:19

schönes, asymmetrisches, erfrischendes interview. aber ein kleiner einwurf: ist dieses "UHBP" nicht ein ironischer begriff, vielleicht sogar aus der waldheim-zeit? ich weiß es wirklich nicht.

Nicholas Blarney
 
39
12.8.2009, 00:33
Warum werden immer...

...Künstler zu solchen Themen interviewt? Prominente Schauspieler, Maler, Dichter haben zu politischen und anderen Fachthemen genausoviel oder wenig Ahnung wie jeder andere Staatsbürger auch. Es regt sich der Verdacht, dass sich hier Prominente sehr gern zu politischen Agitationszwecken mißbrauchen lassen.

anonym92
12
12.8.2009, 12:45

Oder es ist einfach der Neid nicht selbst interviewt zu werden.

Scala2
23
12.8.2009, 07:29

Weil die Kunst für viele eine Art Religionsersatz ist, Künstler ihre Priester sind und damit unfehlbar und gut sind.

AK88
02
12.8.2009, 06:16
Weil echte Kuenstler zumeist sehr sensibel sind,

deshalb die Welt und ihr eigenes Umfeld mit einem schaerferen Blick wahrnehmen, als andere Menschen.
Sehr konstruktives Interview. Bravo!

Urbin
32
12.8.2009, 09:22

,,,so sensibel wie Peter Handke, der bei einer öffentlichen Diskussion einem Fragesteller zuruft: Stecken Sie sich Ihre Betroffenheit in den Arsch!

anonym92
13
12.8.2009, 12:46

...Stecken Sie sich Ihre Betroffenheit in den Arsch!...

Handke ist wenigstens ehrlich.

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