70 % der Manager sind mit ihrem Gehalt zufrieden

7. August 2009, 14:46
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"Führungskräfte Monitor": 23 Prozent arbeiten mehr als 45 Stunden pro Woche

Die österreichischen Führungskräfte verbringen mehr Zeit im Unternehmen als ihre Mitarbeiter. Trotz dieser Tatsache sind sie zufriedener als die übrigen Angestellten. Zu diesem Ergebnis kommt der erstmals erhobene "Führungskräfte Monitor" der Arbeiterkammer Oberösterreich (AKOÖ), der am Freitag vor Journalisten präsentiert worden ist. Zurückzuführen sei die Zufriedenheit auf besseres Einkommen und die Möglichkeit, sich die Arbeit selbst einzuteilen.

Nach AKOÖ-Definition ist eine Führungskraft ein Arbeitnehmer, der eine Leitungsfunktion innehat. Dies kann vom Vorarbeiter über den Filialleiter im Supermarkt bis hin zum Geschäftsführer gehen. Insgesamt gibt es laut AKOÖ 500.000 solcher Führungskräfte.

70 versus 59

Laut Erhebung geben 23 Prozent der Führungskräfte an, pro Woche mehr als 45 Stunden zu arbeiten, weitere 22 Prozent kommen auf mehr als 40 Stunden wöchentlich. Insgesamt seien 70 Prozent der Führungskräfte mit dem Einkommen zumindest "zufrieden". Bei den anderen Arbeitnehmern liege der Wert bei "nur" 59 Prozent.

Führungskraft zu sein hat aber auch Schattenseiten: Als größte Herausforderungen werden die Motivation von Mitarbeitern genannt und die Tatsache, Entscheidungen treffen zu müssen, sagte Christoph Hofinger vom Meinungsforschungsinstitut SORA. Belastend für Teamleiter sei auch die "Sandwichposition" zwischen den Betriebszielen und den Mitarbeiterwünschen.

Ausbildung

Wer hierzulande Mitarbeiter leitet, ist in der Regel männlich, älter als 36 und hat meist die Matura in der Tasche. Insgesamt haben 26 Prozent einen Universitätsabschluss, während nur elf Prozent eine Lehre beendet haben. Fünf Prozent der Teamleiter haben nur die Pflichtschule absolviert.

Die Führungskräfte werden hierzulande nach ihrer fachlichen Kompetenz ausgesucht, sagte AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer. Soziale Komponenten werden "eher weniger" beachtet, obwohl firmeninterne Probleme oft sozial bedingt seien. Manchmal sei dies eine "gefährliche Mischung". Es könne dazu führen, dass die Entscheidungsträger überlastet sind und nicht die richtige Entscheidung treffen, sagte Kalliauer. (APA)

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    Mit dem Geld sind die meisten zufrieden.

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