Einsparungen bei Familien und Bildung geplant

7. August 2009, 14:33
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Expertengruppe empfiehlt Reduzierung von Schulstandorten - Finanzlandesrat Fiedler fordert "Redimensionierung" der Fachhochschulen

Klagenfurt - Kürzungen im Familien- und Sozialbereich sowie im Schulwesen kündigt der Kärntner Finanzreferent Harald Dobernig (BZÖ) an. Weiters werde es Einsparungen beim Personal geben, erklärte er am Freitag bei einer Pressekonferenz. Die Kärntner Landesregierung folgt damit Empfehlungen einer Expertengruppe unter der Leitung des ehemaligen Rechnungshofchefs Franz Fiedler. Einsparungspotenzial ortet Fiedlerin den Bereichen Personal, Gesundheit, Bildung, Familien und Soziales sowie bei den Förderungen.

Während sich die Einsparungen im Personalbereich mit Null-Lohnrunde und selektiver Nachbesetzung bereits abzeichnen, müssen konkrete Maßnahmen in den anderen Sektoren noch gefunden werden. Es werde darüber diskutiert, das Babygeld sozialer zu gestalten, erklärte Dobernig. Weiters soll es Einsparungen bei vielen Förderaktionen geben.

Hohes Einsparungspotenzial im Bildungsbereich

Ein hohes Sparpotenzial hat die Expertengruppe im Bildungsbereich gefunden. Schulstandorte und Lehrerposten müssten reduziert werden, empfiehlt Fiedler. Bei einer moderaten Reform seien Einsparungen von einer Million Euro im Jahr möglich. Eine radikale Änderung würde hohe Kostenreduktionen im zweistelligen Millionenbereich bringen. Das zeige ein Vergleich mit Salzburg, das von der Größe und Bevölkerungszahl ähnlich sei, so Fiedler. Im Schuljahr 2009/10 werde es drei Expositurklassen weniger geben, kündigte Dobernig dazu an. Über weitere Maßnahmen müsse man erst mit den Gemeinden verhandeln.

Fiedler kritisierte auch die hohen Kosten für die Fachhochschulen. Durch eine Zusammenlegung der derzeit vier Standorte könnte man sehr viel Geld sparen, meinte er. Da dies politisch jedoch nicht umsetzbar sei, müssten andere Möglichkeiten gefunden werden. So sollte man die Auslastung vor allem der technischen Studiengänge erhöhen, so Fiedler. Er hofft, dass die Politik sich langfristig dennoch zu einer "Redimensionierung" werde durchringen können. (APA)

 

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    Hier feiern AbsolventInnen der FH Kärnten noch ihren Abschluss - Geht es nach Finanzlandesarat Fiederl sollen die derzeit vier Fachhochschule in Kärnten zusammengelegt werden, zumindest soll ein Redimensionierung stattfinden

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