Wieder einmal zu Gast in der Ukraine

7. August 2009, 14:24
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Der Gegner der Veilchen in der letzten Runde zur Qualfikation ist Metallurg Donezk

Wien - Die letzten zwei Spiele auf dem Weg zur angestrebten und lukrativen Gruppenphase der Europa League (17.9. bis 17.12.) mit garantiert drei weiteren Heimspielen bringt Austria Wien mit der Ukraine zusammen. Der Fußball-Cupsieger triff in der vierten und letzten Runde der Qualifikation auf Metallurg Donezk, den Ligavierten der vergangenen Saison. Das erste Spiel wird am 20. auswärts und die zweite Partie am 27. August im Horr-Stadion ausgetragen.

"Dieser Gegner ist sicher um nichts schwächer als Vojodina Novi Sad, eher stärker", meinte Austria-Trainer Karl Daxbacher in einer ersten Reaktion über den Gegner, den am Freitag in Nyon die Auslosung gebracht hatte. Die Weißblauen aus der ostukrainischen Stadt Donezk, die mit 1,1 Mio. Einwohnern die fünftgrößte des Landes ist, haben sich in den ersten vier Matches der Qualifikation gegen MTZ Minsk (3:0/h, 2:1/a) und Interblock Laibach (2:0/h, 3:0/a) souverän mit vier Siegen und 10:1 Tore behauptet.

Stadtderby wird beobachtet

Daxbacher wird die Truppe seines 46-jährigen bulgarischen Kollegen Nikolai Kostow, der den erst 1996 gegründeten Verein im Frühjahr 2008 übernommen hat, bereits am Wochenende beobachten lassen. Sein Freund Sigi Aigner wird zum sonntägigen Stadtderby zwischen Schachtjor und Metallurg auf die Reise geschickt. Der Gegner liegt in der 16er-Liga derzeit mit einem Sieg und einem Remis sowie 6:3 Toren und fünf Punkten nach vier Runden auf dem achten Tabellenplatz.

Die vorige Saison hatte der dreimalige Liga-Dritte (2002, 2003, 2005) als Vierter beendet und dabei stattliche 30 Zähler Rückstand auf Meister Dynamo Kiew aufgewiesen. Vor der Saison holte der Verein, der viele Legionär, darunter auch einige Brasilianer, in seinem Kader hat, einige neue Spieler. Dazu zählte auch Torhüter Bogdan Schust vom aktuellen UEFA-Cup-Gewinner Schachtjor.

Heimvorteil im Rückspiel

Von einer machbaren Aufgabe gegen einen abermals schwierigen Gegner sprach Austrias Sportvorstand Thomas Parits. "Dass das zweite Spiel bei uns stattfindet, habe ich mir gewünscht", sagte der Burgenländer und Daxbacher fügte hinzu: "Wie wichtig der Heimvorteil in der zweiten Partie ist, hat das Duell mit Vojvodina deutlich vor Augen geführt." Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer dankte Gott, das Rückspiel daheim zu haben. Als Wermutstropfen führte er die kostspielige, weil weite Reise an.

Austria traf in den vergangenen Jahren immer wieder auf ukrainische Clubs. Im Trainingslager im Winter 2008/09 gab es gegen Metallurg Saporoschje, den Siebenten der Liga, in Marbella ein 0:1 und im heurigen Sommer in der Vorbereitung in Pfarrwerfen gegen den selben Gegner ein 1:1. Auf Europacup-Ebene trafen die Wiener zuletzt 2004/05 in der UEFA-Cup-Quali (2. Runde) auf Illischuwez Mariupol (0:0/a, 3:0/h), verloren in derselben Saison in der Gruppen-Phase gegen Dnjepropetrowsk 0:1 (a), stiegen trotzdem auf und scheiterten erst im Viertelfinale am AC Parma.

Zuletzt waren die Violetten, die als einziger ÖFB-Verein seit 2002 stets im Europacup vertreten sind, 2006/07 in der Gruppenphase des UEFA-Cups, in der sie mit nur einem einzigen Punkt (0:0/a gegen Galatasaray) als Tabellenletzter ausschied. 2008/09 war der UEFA-Cup nach zwei erfolgreichen Quali-Runden (Tobol Kostanay/KAZ und WIT Tiflis) in der ersten Hauptrunde gegen Lech Posen vorbei.(APA) 

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    METALLURG DONEZK:

     

    Gegründet: 17. Juni 1996

     

    Club-Farben: Weiß-Blau

     

    Stadion: Metallurg-Stadion (5.094 Zuschauer)

     

    Club-Präsident: Sergij Taruta

     

    Trainer: Nikolai Kostow (BUL/seit Frühjahr 2008)

     

    Bekannteste Spieler: Vladimir Disljenkovic (SRB/Tormann), Olexij Godin (Mittelfeld)

     

    Erfolge: Meisterschaftsdritter 2002, 2003, 2005, als Meisterschaftsvierter 2009 in der Europa-League-Qualifikation startberechtigt

     

    Aktuell nach drei Runden Tabellenachter nach einem Sieg und zwei Remis mit fünf Punkten (Torverhältnis 6:3)

     

    Weg in die vierte Europa-League-Qualifikationsrunde:

    1. Runde: Freilos

    2. Runde: MTZ/RIPA Minsk 3:0 (h), 2:1 (a)

    3. Runde: Interblock Ljubljana 2:0 (h), 3:0 (a)

     

     

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