In Ried wartet der nächste Prüfstein auf Rapid

7. August 2009, 14:04
47 Postings

Pacult nach Europacup-Aufstieg: "Haben Moral getankt" - Ried laut Gludovatz trotz jüngster Erfolge gegen Rapid Außenseiter

Ried - Nur vier Tage nach dem Europacup-Krimi steht für Rapid die nächste Bewährungsprobe auf dem Programm. Die Hütteldorfer bekommen es in der vierten Bundesliga-Runde am Sonntag auswärts mit der SV Ried zu tun, die sich in der vergangenen Saison als harte Nuss für Steffen Hofmann und Co. erwies.

2008/09 verloren die Rapidler beide Auswärtsspiele im Innviertel, außerdem mussten sie sich auch im Cup den Oberösterreichern geschlagen geben. Als Angstgegner wollte Trainer Peter Pacult den aktuellen Tabellenvierten aber nicht bezeichnen. "Wir haben auch auswärts gegen die Rieder schon oft gewonnen, außerdem haben wir sie in unserem Meisterjahr viermal geschlagen."

Durch weiterkommen Moral getankt

Optimistisch stimmt den Coach der hart erkämpfte Aufstieg in die vierte und letzte Qualifikationsrunde für die Europa League. "Die Moral ist das Wichtigste, und wir haben durch das Weiterkommen Moral getankt", erklärte Pacult. Allerdings bereiten dem Wiener die physischen Folgeerscheinungen des 120-Minuten-Krimis auf Zypern Kopfzerbrechen. "Die Strapazen darf man nicht vergessen. Wenn wir am Samstag nach Ried fahren, werden wahrscheinlich alle im Bus schlafen", vermutete der 49-Jährige, dessen Kicker nach der Rückreise aus Nikosia am Freitag erst um circa fünf Uhr früh ins Bett kamen.

Mit dem 3-3-3-1-System von Ried-Betreuer Paul Gludovatz hatte Rapid zuletzt immer Probleme, dennoch wollte Pacult nicht über mögliche taktische Adaptionen in seiner Mannschaft spekulieren. "Wir wissen, wie sich Ried aufstellt, aber wir werden nicht von unserer Linie abgehen", versprach der Trainer.

Gludovatz fühlt sich als Außenseiter wohl

Sein Gegenüber Paul Gludovatz sieht die Rapidler als klare Favoriten. "Sie haben sich gegen uns zuletzt zwar schwergetan, aber wir hatten einige Male auch das nötige Glück." An negative Auswirkungen der Europacup-Partie für Rapid glaubt der Burgenländer nicht. "Für Rapid ist das keine Ausrede und wir haben auch keinen Vorteil. Rapid hatte sicher eine gute Vorbereitung und wird läuferisch nicht schwächer sein, außerdem hat der Aufstieg einen psychologischen Schub gegeben."

Auch der imposanten Heimbilanz der Rieder - die letzte Niederlage erlitten sie am 28. April 2008 (0:1) gegen Rapid - will Gludovatz keine große Bedeutung beimessen. "Jedes Spiel ist neu. Ich habe diese Serie nicht im Hinterkopf und sie ist bei uns im normalen Trainingsbetrieb auch bei den Spielern kein Thema", beteuerte der frühere ÖFB-Nachwuchs-Coach, dessen Verein gegen Rapid vor eigenem Publikum eine positive Bilanz aufweist. In den bisherigen 24 Liga-Partien im Innviertel setzte sich Ried bei acht Remis und sieben Niederlagen neunmal gegen die Hütteldorfer durch. (APA)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

SV Ried - SK Rapid
(Keine-Sorgen-Arena, Sonntag 19.30 Uhr, Einwaller). Ergebnisse 2008/09: 1:1 (a), 1:0 (h), 0:1 (a), 3:0 (h)

Ried: Gebauer - Stocklasa, Glasner, T. Burgstaller - Brenner, Hackmair, Hadzic/Ziegl - Lexa, Drechsel, Sturm - Salihi

Ersatz: Auer - Gabriel, Grasegger, Jonathan, Mader, Nacho

Es fehlt: Rajic (Bänderriss im Knöchel)

Rapid: Payer - Dober/Thonhofer, Jovanovic, Eder, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan, Trimmel - Konrad, Jelavic

Ersatz: Hedl - Kayhan, Patocka, Kulovits, Ildiz, Drazan, Maierhofer

Es fehlen: Tokic, Boskovic, Gartler (alle rekonvaleszent), Kavlak (Muskelverletzung)

Share if you care.