Bei Insektenstich nur im Notfall die Ambulanz aufsuchen

7. August 2009, 13:31
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Ansturm besorgter Eltern - Zeckenbisse generell kein Fall für die Notfallambulanz

Linz - Mediziner appellieren, nach Insektenstichen nur bei tatsächlichen Notfällen die entsprechenden Ambulanzen aufzusuchen. Die Ärztekammer für Oberösterreich berichtete am Freitag in einer Presseaussendung von einem "Ansturm besorgter Eltern" auf die Linzer Landes-Frauen- und Kinderklinik.

Meist harmlos

"Insektenstiche sind sehr selten ein Fall für die Notfallambulanz", so Klaus Schmitt, der ärztliche Leiter des Krankenhauses. "Insektenstiche können unangenehm sein, oft auch schmerzhaft anschwellen. Das ist eine normale Reaktion, die man mit kalten Umschlägen und Wickel, eventuell einer Salbe leicht lindern kann." Ob ein Kind nach einem Insektenstich eine notärztliche Versorgung brauche, stelle sich das in den ersten Minuten heraus. Es komme zu Atemschwierigkeiten, Kreislaufsymptomen oder starken Nesselausschlägen. In diesen Fällen sei sofort der Notarzt zu rufen.

Auch Zeckenbisse seien generell kein Grund, eine Notfallambulanz aufzusuchen. Es reiche, die Zecke mit einer Pinzette zu entfernen, in schwierigen Fällen solle der Kinderarzt oder Hausarzt aufgesucht werden, so Schmitt. (APA)

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