Tote und Vermisste nach Taifun Morakot

8. August 2009, 13:08
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Dutzende Seeleute vor südchinesischer Küste vermisst - Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Kilometern pro Stunde - mit Video

Botolan/Taipeh - Bei dem Durchzug des Taifun Morakot über die Philippinen und Taiwan sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Auf den Philippinen stieg die Zahl der Toten am Samstag nach offiziellen Angaben auf mindestens 20, nachdem die Leichen von acht Bergarbeitern entdeckt wurden. Die Männer waren am Freitag in der Stadt Baguio durch einen Erdrutsch verschüttet worden, vier weitere Arbeiter wurden zunächst noch vermisst. Ain Taiwan wurde am Samstag mindestens ein Mensch getötet.

Insgesamt mussten offiziellen Angaben zufolge auf der nordphilippinischen Insel Luzon mehr als 173.000 Menschen wegen Überschwemmungen und Erdrutschen ihre Häuser verlassen. In der Stadt Botolan versuchten Helfer am Samstag, hunderte Menschen aus ihren Wohnungen zu retten, die nach einem Dammbruch vom Wasser eingeschlossen waren.

Nachdem der Taifun Morakot von den Philippinen Richtung Norden zog und in der Nacht auf Samstag auf Taiwan traf, wurden auch dort mindestens eine Tote und mehrere Vermisste gemeldet. Eine Frau starb, nachdem sie bei heftigem Wind mit ihrem Moped stürzte. Zudem wurden den Angaben von Rettungskräften zufolge am Samstag vier Fischer und eine 50-Jährige Frau vermisst, die in einen Fluss gestürzt war. An der Küste verursachte der Taifun Wellen von bis zu sechs Metern Höhe, die rund hundert Ortschaften überschwemmten.

Im Süden Chinas wurden nach einem heftigen Unwetter nahe der Insel Hainan etwa hundert Seemänner vermisst, die in rund einem Dutzend Booten aus China, Vietnam und Kambodscha unterwegs waren, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete. Die Vermissten wurden demnach von Booten und Lufteinsatzkräften gesucht. (APA/AFP)

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    Meterhohe Wellen kündigten an der Nordostküste Taiwans die Ankunft des Taifuns an.

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