Brasilien verlangt strikte Begrenzung des US-Einsatzgebietes

7. August 2009, 09:24
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Brasilia will Garantien sehen - Bogotá will den USA Zugang zu sieben Stützpunkten im Land gewähren

Brasília - Im Streit um die geplante Stationierung weiterer amerikanischer Soldaten in Kolumbien drängt Brasilien auf eine strikte Begrenzung des Einsatzgebietes auf Kolumbien. Dies machte die brasilianische Regierung am Donnerstag bei einem Besuch von Kolumbiens Staatspräsident Álvaro Uribe in Brasília deutlich.

Es müsse bei dem geplanten Militärabkommen zwischen den USA und Kolumbien Garantien geben, dass die Aktionen der US-Truppen auf kolumbianisches Territorium beschränkt bleiben, sagte Brasiliens Außenminister Celso Amorim nach einem zweistündigen Treffen Uribes mit Präsident Luiz Inácio Lula da Silva.

Uribe habe aber keinerlei Garantie in dieser Hinsicht gegeben, sagte Amorim weiter. Ein Abkommen mit den USA, das sich strikt auf das Territorium Kolumbiens beschränke, sei eine Angelegenheit, die in der Souveränität Kolumbiens liege. Grundsätzlich wurde der Besuch Uribes als positive Geste und Beitrag zu mehr Transparenz gewertet.

Kolumbien will den USA Zugang zu sieben Stützpunkten im Land gewähren. Dort sollen 800 Soldaten und 600 Zivilisten eingesetzt werden. Brasilien war die letzte Station von Uribes kurzfristig anberaumter Südamerika-Tour. Zuvor war er in Peru, Bolivien, Chile, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Das Abkommen wird ein zentrales Thema beim UNASUR-Treffen der südamerikanischen Staaten am Montag in Quito sein. (APA/dpa)

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