Andritz halbiert Konzernergebnis

7. August 2009, 08:08
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Der Anlagenbauer steckte viel Geld in die Restrukturierung und erwartet für das Gesamtjahr Umsatzrück- und Gewinnrückgang

Wien - Das Konzernergebnis des börsenotierte Anlagenbauers Andritz ist im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 53,4 Prozent auf 32,5 Mio. Euro (69,8 Mio. Euro) gefallen. Besonders schlecht entwickelte sich das zweite Quartal, in dem das Konzernergebnis um 82,6 Prozent auf 6,9 Mio. Euro (39,6 Mio. Euro) fiel. Andritz verweist am Freitag in einer ad hoc-Mitteilung auf 24 Mio. Euro an Restrukturierungsaufwendungen "im Zusammenhang mit der latenten Wirtschaftskrise".

Für das Gesamtjahr erwartet Andritz wie schon zu Jahresanfang angekündigt, ein Umsatzminus von 15 Prozent und eine Verringerung des Konzernergebnisses. Die Eigenkapitalquote per 30. Juni betrug 18,4 Prozent, nach 18,7 Prozent zum 31. Dezember 2008. Die Nettoliquidität lag Ende Juni mit 443,7 Mio. Euro über dem Wert vom 31. Dezember (408,9 Mio. Euro).

Weniger Umsatz im Halbjahr

Der Umsatz fiel im Halbjahr um 4,6 Prozent auf 1,57 (1,65) Mrd. Euro. Der Auftragseingang lag bei 1,7 Mrd. Euro, um 19,5 Prozent unter dem laut Unternehmen "überproportional hohen" Vergleichswert des Vorjahres (2,1 Mrd. Euro). Der Auftragsstand per 30. Juni 2009 verringerte sich zwar im Vergleich zum Stichtag des Vorjahrs auf 4,4 Mrd. Euro (30. Juni 2008: 4,6 Mrd. Euro), lag jedoch über dem Wert zum Jahresende 2008 (4,3 Mrd. Euro). Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Ebita) betrug 56,5 Mio. Euro, nach 104,5 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Positiv entwickelte sich der Geschäftsbereich Hydro. Der Umsatz legte um 32,6 Prozent auf 650,4 Mio. Euro (490,6 Mio. Euro) zu, der Auftragseingang stieg um 37,1 Prozent auf 1,05 Mrd. Euro (769,2 Mio. Euro). In allen anderen Bereichen fielen Umsätze und Auftragseingänge deutlich: Pulp & Paper hatte im Halbjahr um 30,5 Prozent weniger Umsatz und um 57,4 Prozent weniger Auftragseingänge. Bei Metalls belief sich das Umsatzminus auf 9,0 Prozent, die Auftragseingänge brachen um 59,9 Prozent ein. In beiden Bereichen waren die Rückgänge im zweiten Quartal markanter als im Halbjahr.(APA)

 

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