Brasilien will Ex-Oberst Cordero an Argentinien ausliefern

7. August 2009, 08:05
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Soll im Rahmen der "Operation Condor" für Folter von Oppositionellen verantwortlich sein

Brasília - Brasilien will den wegen Folter und schwerer Menschenrechtsverletzungen gesuchten uruguayischen Ex-Oberst Manuel Cordero an Argentinien ausliefern. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens stimmte am Donnerstag der Auslieferung des 70-Jährigen zu. Er soll in Argentinien im Rahmen der berüchtigten Geheimdienst-"Operation Condor" in den 70er Jahren Oppositionelle verschleppt und misshandelt haben.

Cordero war 2004 aus Uruguay geflüchtet und saß seit Februar 2007 in dem brasilianischen Ort Santana do Livramento in Grenznähe zu Uruguay in Haft. Nach einer Herzoperation im vergangenen Dezember war er unter Hausarrest gestellt worden. Die Auslieferung bedarf noch der Zustimmung von Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. In der "Operation Condor" arbeiteten die Geheimdienste mehrerer südamerikanischer Diktaturen in den 70er und 80er Jahren zusammen, um linke Regimegegner zu verfolgen.

Das Gericht schloss eine Auslieferung Corderos nach Uruguay aus und begründete dies damit, dass die ihm zur Last gelegten Taten in Argentinien stattgefunden hätten. Die Entscheidung wurde in Uruguay von Menschenrechtlern als Erfolg gefeiert. "Was zählt ist, dass er verurteilt wird, egal wo", sagte Roger Rodríguez, der sich seit langem mit Briefaktionen für die Überstellung des Militärs einsetzte. Sowohl Argentinien als auch Uruguay hatten die Auslieferung Corderos beantragt. (APA/dpa)

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