"Fragwürdige Vorgänge" bei MEL-Immo-Bewertung

6. August 2009, 17:01
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Wieder eine neue Facette im Streit um die Vorgänge bei Meinl European Land

Wien - Wieder eine neue Facette im Streit um die Vorgänge bei Meinl European Land (MEL, jetzt Atrium European Real Estate): Nun geht es um die Bewertung der Immobilien. Die Gratis-Zeitung "Heute" bringt in ihrer Donnerstagausgabe Auszüge aus einem Mail vom Geschäftsführer von MEL-Ungarn an die Assistentin von Julius Meinl V..

Darin schreibt der Ungar, dass der Gutachter, Herr Novak von Euro-Immo, nicht bereit sei den Wert der Immobilien höher anzusetzen, weil er dies nicht vertreten könne. Entweder könne man daher den Wert so akzeptieren, oder einen neuen Sachverständigen einsetzen, der die von Meinl vorgeschlagenen Werte bestätigen würde, heißt es sinngemäß in dem Mail.

Meinl Bank weist Vorwürfe zurück

Seitens der Meinl Bank werden die Vorwürfe zurückgewiesen, das Mail sei "völlig aus dem Zusammenhang gerissen", wird in einer Aussendung betont. Es werde angedeutet, im Jahr 2006 hätte die Meinl Bank Einfluss auf die Bewertung von Immobilien der MEL genommen, das sei aber dezidiert falsch.

In der Immobilienbranche übliche, regelmäßige Bewertungen des Portfolios wurden von MEL jährlich initiiert, diese Bewertungen fanden durch externe Gutachter statt, so die Bank. Mitarbeiter der Meinl Bank waren für diesen Prozess nicht verantwortlich. Auch die MEL-Managementgesellschaft MERE hatte hier lediglich beratende Funktion, die Koordination erfolgte durch MEL-Mitarbeiter. Im Vorfeld einer Immobilienbewertung sei umfangreiche Korrespondenz Teil des üblichen Procedere, heißt es. (APA)

 

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