Mobiler Drogentester arbeitet mit Nanopartikeln

08. August 2009 19:06
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    Foto: apa/helmut fohringer

    Der neue Drogentester soll präzise Tests - z.B. auf Kokain - ermöglichen.

Magnetische Partikel heften sich an Drogenmoleküle

Amsterdam/Wien - Die Forschungsabteilung des niederländischen Elektronikkonzerns Philips arbeitet an einem mobilen Gerät, das künftig einfach nachweisen soll, ob ein Mensch bestimmte illegale Drogen konsumiert hat. Mithilfe von magnetischen Nanopartikeln, die sich in Speichelproben an die populären Drogen Kokain, Heroin, Amphetamine, Methamphetamin und Cannabis heften, sollen in Zukunft präzise Drogentests direkt auf der Straße - etwa bei Verkehrskontrollen - durchgeführt werden können, berichtet "Technology Review". Binnen 90 Sekunden könne der handliche Apparat, der noch in diesem Jahr in Europa vorgestellt werden soll, selbst Drogenkonzentrationen im Milliardstelbereich feststellen. 

Funktionsweise

Für den Test wird eine Speichelprobe benötigt. Diese wird in einer Einwegkartusche in das Analysegerät geschoben. In der Messkammer befinden sich magnetische Nanopartikel, denen die Eigenschaft verliehen wurde, sich an die Moleküle bestimmter Substanzen zu heften (Liganden) - in diesem Fall an die Drogen, auf die getestet wird. Dabei wird der Nanopartikel-Speichel-Mix in der Messkammer mithilfe eines Elektromagneten beschleunigt und in Richtung Sensor gelenkt. Finden die Partikel Drogenspuren im Speichel, heften sie sich an diese. Finden sie keine, heften sie sich an zuvor mit Drogenmolekülen behandelt Bereiche am Rand des Sensors.

Die Auswertung wird auf optischer Basis durchgeführt: Während der Analysephase wird ein Lichtstrahl zum Sensor geschickt. Dieser trifft auf die magnetischen Nanopartikel, die sich an die Drogen geheftet haben. Dadurch wird die Intensität des reflektierten Lichts geändert und somit die Konzentration der Droge festgestellt. In der Praxis folgt ein Tester einfach den Instruktionen des Geräts und erhält das Ergebnis des Auswertungsverfahrens am Display.

Einschätzung

"Das Gerät scheint sehr interessant zu sein. Ideal wäre es, wenn das Gerät geeicht wäre und ähnlich aktuellen Alkoholtestgeräten verbindliche, rechtskräftige Aussagen trifft", erklärte Otmar Bruckner, stellvertretender Leiter der Verkehrsabteilung im österreichischen Innenministerium, auf Anfrage. Zwar habe man auch bisher schon mobile Drogen-Vortests erprobt, diese hätten sich jedoch allesamt als unzuverlässig erwiesen. Sie lieferten häufig falsche Positiv- oder Negativaussagen und deckten zudem nicht das ganze Spektrum verbreiteter Drogen ab.

Vor dem Einsatz der Philips-Geräte auf österreichischen Straßen müsse man aber auch noch die Rechtslage klären. "Speichelproben zu nehmen wäre ein Eingriff in die persönliche Freiheit", so der Fachmann. (pte/red)


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Technology Review: Device Offers a Roadside Dope Test

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17 Postings
Miststierler
31.08.2009 12:40
Hilfe, ich bin 1/1000000000tel kontaminier, weil ich einen 10er gewechselt bekam, der war von einem Kokser!

Hauptsache es werden Schuldige erzeugt?

Welchen Sinn macht das Bevölkerungstechnisch.

Ach ja, die Knute!

pez derflotte
30.08.2009 10:17
äääh

auf wie viel prozent der geldscheine findet man nochmal kokain-spuren?
ein paar drogenmoleküle hat ja wohl jeder auf der hand...völlig nutzlos, das zeug

Gilgamesh
21.08.2009 14:36

"...Mobiler Drogentester arbeitet mit Nanopartikeln..:"

Danke, Krebskrank wegen eines Drogentests...

Edward NORTON
29.08.2009 16:05
"Danke, Krebskrank wegen eines Drogentests..."

Artikel gar nicht erst gelesen oder nur nicht verstanden?:

"In der Messkammer befinden sich magnetische Nanopartikel, denen die Eigenschaft verliehen wurde, sich an die Moleküle bestimmter Substanzen zu heften"

crazzzytom
 
18.08.2009 20:42

Naja n Alkoholtest ist ja auch nichts anderes und die Lösung ein verweigern des Alkotests gleichbedeutend mit einer Alkoholisierung zu setzen wäre in diesem Falle auch die logische Konsequenz.

Nick Tameer
11.08.2009 19:20
Big brother is screening you

Na, das mit dem Speicheltest wird man doch auch noch in den Griff bekommen, daran sollte es doch nicht scheitern. Man wird sicher auch testen können, ob alle um 10:00 morgens, wie vom Gesundheitsministerium empfohlen, brav ihren Brombeerjoghurt gegessen haben.

Rein Nervation
11.08.2009 10:04
Also ich würd sagen...

... dieser mobile Drogentester auf dem Foto arbeitet nicht mit Nanopartikeln sondern mit einem hundsgewöhnlichen 20 Euro Schein.

derSubStandard
09.08.2009 17:44
FAHRTAUGLICHKEIT

hört die Schlafmittelindustrie nicht gern

http://ris.bka.gv.at

Galgenvogel
09.08.2009 14:34

für mich ist philips tot!

Galgenvogel
14.08.2009 23:18

sie helfen den genuss von drogen zu verhindern. aber zur weihnachtsfeier bei philips wird ne schöne flasche champagner aufgemacht. verdammte doppelmoralisten

Raunchard
14.08.2009 17:46

warum das?

oblivion
09.08.2009 11:02
Wie soll das Gerät, welches ja auch nur ein Testgerät ist...

in der Lage sein, den Drogenkonsum zu bekämpfen? Es kann doch nur feststellen, ob jemand irgendwann einmal etwas 'illegales' konsumiert hat. Also bekämpft es den Drogenkonsum nicht. Sonderbare Anschauung bei Philips...

Anarchon
08.08.2009 21:43

"arbeitet an einem Gerät, das die Arbeit der Polizei im Kampf gegen Drogenkonsum revolutionieren soll"

Finde ich gut, wenn die Polizei gegen ihren Drogenkonsum etwas unternimmt. Vielleicht werden dann auch weniger Kinder erschossen.

Galgenvogel
09.08.2009 14:34

das präventive erschießen von schwarzen "drogendealern" in u-bahnen könnte auch unterbunden werden

der tortenfreak
10.08.2009 12:23
danke für Ihre unnötige Flatulenz

Sorry - voll daneben

ranchorelaxo
08.08.2009 21:09

schliesse mich dem philips boykott an!
kauf das klumpat aber schon seit vielen jahren nicht mehr...

Cletus Delroy
08.08.2009 20:51

spätestens jetzt gehört philips boykottiert.

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