Tipps für lange Autofahrten

6. August 2009, 16:36
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Müdigkeitssymptome keinesfalls unterdrücken - Das Einhalten von Pausen und angemessene Ernährung sind wichtig

Wien - Ein neuerliches Reisewochenende steht vor der Türe, an dem viele Urlauber mit dem Auto unterwegs sein werden. Marathonfahrten über Hunderte von Kilometern ohne ausgedehnte Ruhepausen können tödlich enden", warnt der Autofahrerklub ARBÖ in einer Aussendung. Die ersten Anzeichen einer Ermüdung sollten keinesfalls ignoriert werden.

Auf Müdigkeitssymptome achten

Gähnen, das nicht unterdrückt werden kann, Lidschwere, brennende Augen und trockener Mund sind die ersten Müdigkeitssymptome. "Spätestens dann sollte schleunigst eine ausgiebige Fahrpause eingelegt werden, am besten ein zehn- bis dreißigminütiges Schläfchen", rät der ARBÖ-Verkehrsmediziner Josef Nagler, um einen Sekundenschlaf zu verhindern. Kaffee oder Energydrinks eigenen sich nicht als Muntermacher, sie bringen nur eine subjektiv empfundene Frische.

Vorsicht bei Nachtfahrten

Vor einer langen Urlaubsfahrt sollte man sich am besten nur ausgeruht hinter das Steuer setzen. "Wer in der Nacht unterwegs sein möchte, sollte nicht vergessen, dass sich der Körper in der Zeit zwischen zwei und fünf Uhr morgens normalerweise in der Tiefschlafphase befindet und deshalb nicht sehr leistungsfähig ist", erklärt Nagler. Auch gleich nach dem Essen solle nicht gleich losgefahren, sondern dem Körper noch eine Verdauungsphase gegönnt werden. "Besonders wichtig ist es, Pausen schon vor Fahrtantritt fix einzuplanen und darauf zu achten, dass sinnvoll gerastet wird", so der der Verkehrsmediziner.

Pausentiming und -länge

Die leicht zu merkende Faustregel für das richtige Pausentiming: Zu jeder ungeraden Stunde eine Pause einlegen; die erste Pause nach etwa einer Stunde Fahrt, die zweite nach drei, die dritte nach fünf und die vierte nach sieben Stunden Fahrtzeit. Die Mindestlänge der ersten Pause sollte mindestens fünf Minuten dauern, für die richtige Länge der folgenden Pausen, jeweils die Länge der vorangegangenen verdoppeln, empfiehlt Nagler. Damit eine Fahrtpause auch wirklich etwas bringt, sollte jede Fahrtunterbrechung für einige körperliche Übungen genützt werden.

Ernährung während der Fahrt

Während der Fahrt ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Am besten eignen sich Mineralwasser, ungesüßte Limonaden, Eistee, Fruchtmolke oder Buttermilch aufgespritzt mit Mineralwasser. Auf schwere Mahlzeiten sollte verzichtet werde, da sie die Konzentrationsfähigkeit verringern und ermüden. Leichte Kost wie kaltes, mageres Fleisch, Käse, Obst, Vollkornbrot oder -weckerl, Tomaten, knackige Paprika, in Stifte geschnittene rohe Kohlrabi oder Karotten geben dem Körper Energie für die Weiterfahrt. (red, derStandard.at)

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    Gähnen,  Lidschwere, brennende Augen und trockener Mund sind die ersten Müdigkeitssymptome

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