Volles Rohr übers Land

6. August 2009, 16:54
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In 6,2 Sekunden auf 100 zwischen Gleiten und wildem Ritt. Der neue Range Rover V8 steckt die Grenzen weiter — bis ans Ende des eigenen Besitzes

Für die Fettaugen, die in unserer dünnen soziodemografischen Suppe immer obenauf schwimmen, wurde der Range Rover noch einmal teurer. Die angesprochene Klientel schaut ja nicht auf die rechte Seite der Speisekarte, die freut sich daran, was gut ist, und was am Ende zusammenkommt, wird beglichen.

Beim Range Rover Jahrgang 2010 kommt einiges zusammen. Als Hauptspeise wird ein neuer V8-Zylinder an Kompressor mit fein abgeschmeckten 510 PS gereicht. Küchenchef ist hier Jaguar, wo er dem neuen XK auf die Sprünge geholfen hat. Land Rover hat ihn für den Geländeeinsatz adaptiert durch Dichtungsmaßnahmen und Bereitstellung voller Leistung auch bei großen Neigungswinkeln. Denn ein Range Rover muss Furten durchqueren und durch steilen Tann klettern können, auch wenn er im täglichen Leben eher über palmengesäumte Avenues schlendert und der Kies am Gutshof zu den schwierigsten Prüfung gehört.

Doch unter dem eleganten Kleid steckt ein harter Arbeiter, der über verblockte Wege, durch Schlamm und Wüsteneien ackert und mit ausgeklügelten Regelsystemen und der schieren Wucht des Antriebs auch das Allergröbste bewältigt. Der Fahrer thront wie der Jäger aus Kurpfalz auf dem Hochstand und muss nicht einmal den Kopf wenden, denn das Wilde wird ihm durch viele Kameras auf den zentralen Screen gespielt (Einschlag der Räder, Abstand zur tödlichen Felskante, Geschehen im Rückraum), während der Beifahrer am selben Bildschirm Lassie's Heimkehr auf DVD betrachtet.

Beide sind von der Luftfederung in Watte gepackt, und die Natur da draußen macht sich nur in hässlichen Dreckspritzern auf der Windschutzscheibe bemerkbar. Feine Sache. Verfeinert noch durch erweiterte Adaptive Terrain Response, also die Einstellung auf diverse Bodenbeschaffenheiten, verstellbare Stoßdämpfer und die völlig neue Elektrik-Architektur der Armaturen, die wie im Airbus als Bildschirm geführt werden. (Andreas Hochstöger/DER STANDARD/Automobil/7.8.2009)

 

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  • Ein Range Rover muss auch Furten durchqueren können, in der Praxis
wird der Wagen von seinen Besitzern aber nicht so gefordert werden. Da
kommt es auf den Komfort und die Power an.
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    Ein Range Rover muss auch Furten durchqueren können, in der Praxis wird der Wagen von seinen Besitzern aber nicht so gefordert werden. Da kommt es auf den Komfort und die Power an.

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