Immer mehr Jugendliche vor Kremser Merkur-Markt

6. August 2009, 15:29
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Auch Vertreter des "Bündnisses gegen Polizeigewalt"

Krems - Vor dem Merkur-Markt in Krems, wo u.a. mit Kerzen und Blumen des 14-jährigen Florian P. gedacht wird, der am Mittwoch in den frühen Morgenstunden als mutmaßlicher Einbrecher erschossen worden ist, fanden sich am Donnerstagnachmittag immer mehr Jugendliche ein.

Auch Vertreter vom "Bündnis gegen Polizeigewalt" waren anwesend. Vanessa Gaigg und ihre Mitstreiter hielten ein Plakat mit der Aufschrift: "Hier wurde Florian P. Opfer von Polizeigewalt. Er wurde am 5. August 2009 erschossen." Das Bündnis will eine Debatte über Polizeigewalt ins Leben rufen und aufzeigen, dass das Polizeisystem versage.

Florian P. und der zwei Jahre ältere R. hätten "natürlich" ein Verbrechen begangen, so Gaigg zur APA. "Aber das rechtfertigt nicht, dass ein 14-Jähriger tot und ein 16-Jähriger schwer verletzt ist. Noch dazu, wo beide unbewaffnet gewesen sind."

Vor dem Eingang zum Merkur-Markt wurden weinende Mädchen von Freundinnen in den Arm genommen und getröstet. Es sei "schlimm" was passiert sei, sagte eine Jugendliche zur APA. Unfair sei das Vorgehen der Polizei gewesen, fügte eine andere hinzu. Gemeinsamen verfassten sie einige Zeilen an den toten 14-Jährigen und legten den Brief bei den Kerzen, Blumen und anderen Schreiben ab. "Flo" habe zum Freundeskreis gehört, so die beiden Mädchen. (APA)

 

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    Gemeinsamen verfassten sie einige Zeilen an den toten 14-Jährigen und legten den Brief bei den Kerzen, Blumen und anderen Schreiben ab.

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